Wie die Polizei mitteilte, verlor die Frau seit Mitte Januar dieses Jahres nach und nach einen erheblichen Teil ihres Vermögens.
Ausgangspunkt war den Angaben zufolge eine Werbeanzeige auf einer regulären Nachrichtenwebsite. Ein Klick führte die 67-Jährige auf eine vermeintliche Handelsplattform für Aktien und Kryptowährungen. Dort warben die Betreiber mit angeblich lukrativen Investitionsstrategien – präsentiert von bekannten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, um Seriosität vorzutäuschen.
Nach ihrer Registrierung nahmen die Täter gezielt Kontakt zu der Frau auf. Über einen Messengerdienst und regelmäßige Telefonate bauten sie Schritt für Schritt Vertrauen auf. Die Betrüger gaben sich als professionelle Anlageberater aus und versprachen hohe Renditen bei überschaubarem Risiko.
Im weiteren Verlauf erschlichen sich die Kriminellen sogar Zugriff auf den Computer der 67-Jährigen. Mithilfe einer Fernzugriffssoftware begleiteten sie Überweisungen in Echtzeit und leiteten die Geldtransfers an. So floss das Geld direkt auf Konten der Täter.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor vermeintlich sicheren Online-Investments mit außergewöhnlich hohen Gewinnversprechen. Seriöse Anbieter drängten nicht zu schnellen Entscheidungen und verlangten keinen Fernzugriff auf private Computer. Wer unsicher sei, sollte sich vor einer Investition unabhängig beraten lassen und im Zweifel die Polizei einschalten.