Neu-Ulm: Heimisches Obst kostenlos ernten und nutzen

Verwertung statt Verschwendung

Rund 946 Obstbäume und -sträucher auf Straßen und Ausgleichsflächen der Kommunen sind dafür mit einem gelben, umweltfreundlichen Band oder einer Schautafel markiert.

Herbstzeit ist Erntezeit – auch im Landkreis Neu-Ulm. Viele Obstbäume tragen mehr Früchte, als abgeerntet werden können. Das Resultat: Fallobst verdirbt ungenutzt am Boden. Mit der Aktion „Streuobstbörse“ setzt der Landkreis Neu-Ulm seit 2021 gezielt gegen diese Verschwendung ein.

Rund 946 Obstbäume und -sträucher auf Straßen und Ausgleichsflächen der Kommunen sind dafür mit einem gelben, umweltfreundlichen Band oder einer Schautafel markiert. Bürgerinnen und Bürger können die Früchte kostenlos für den Eigenbedarf pflücken – solange nicht mehr genommen wird, als für sich selbst und die Familie benötigt wird.

Neu im Programm ist die Fahrradtour „Streuobstrunde Landkreis Neu-Ulm“. Unter dem Motto „Radeln & Genießen“ führt der Radweg von Biberach bei Roggenburg bis nach Oberhausen vorbei an über 100 freigegebenen Obstbäumen mit bewährten Sorten.

Die Standorte aller freigegebenen Obstbäume sind online verzeichnet. Die Kommunen begleiten die Aktion auch in diesem Jahr wieder aktiv.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Baumpatenschaften zu übernehmen. Patinnen und Paten erhalten die Gesamternte ihres Baumes und kümmern sich zugleich um Baumschnitt und Kronenpflege.

So trägt die Streuobstbörse dazu bei, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, frisches Obst direkt vom Baum zugänglich zu machen und die Pflege heimischer Obstbäume zu unterstützen.

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