Neu-Ulm: IHK Schwaben greift der Kommunalpolitik unter die Arme

Die Wirtschaft stärken und weiter voranbringen

Die Wirtschaft in Neu-Ulm setzt auf starke Bildung, moderne Verwaltung und gute Erreichbarkeit. Die IHK Schwaben bietet den neu gewählten Kommunalpolitikern dazu den Dialog an.

Mit dem Start der neuen kommunalen Amtszeit am 1. Mai rückt die IHK Schwaben die Standortbedingungen in Neu-Ulm in den Fokus. Aus Sicht der regionalen Wirtschaft stehen vor allem Bildung und Fachkräfte-Sicherung, schnellere Verwaltungs-Verfahren, lebendige Innenstädte und Flächen-Entwicklung sowie leistungsfähige Verkehrs-Anbindungen auf der Agenda. Die Regionalversammlung Neu-Ulm der IHK Schwaben bietet den neu gewählten kommunalen Mandatsträgern dafür den konstruktiven Austausch an.

 IHK Schwaben will sich aktiv einbringen

„Die neue Amtszeit ist eine Chance, die Standortbedingungen in Neu-Ulm gezielt weiterzuentwickeln. Unsere Unternehmen brauchen verlässliche Entscheidungen, schnelle Verfahren und eine Infrastruktur, die wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht. Das IHK-Ehrenamt steht bereit, die Perspektive der Wirtschaft konstruktiv einzubringen“, sagt Gerd Stiefel, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Neu-Ulm.

Wirtschaftliche Bedeutung der Region

Die wirtschaftliche Bedeutung der Region ist groß: In Neu-Ulm zählt die IHK Schwaben 11.631 Mitglieds-Unternehmen. Die Region steht für 66.253 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 357 Ausbildungsbetriebe und eine Exportquote im Verarbeitenden Gewerbe von 47,4 Prozent. Damit wirken kommunale Entscheidungen unmittelbar auf Beschäftigung, Ausbildung und Wohlstand in der Region.

Bildung und Fachkräfte-Sicherung im Fokus

Ein zentrales Thema ist aus Sicht der regionalen Wirtschaft die Fachkräfte-Sicherung. Dazu gehören starke Berufsschulen und dauerhaft gesicherte Standorte ebenso wie eine engere länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Ulm und Neu-Ulm beim Thema Bildung und Berufsschulen. Auch die Integration ausländischer Arbeitskräfte, etwa durch Sprachkurse, bezahlbare Unterkünfte und effizientere Anerkennungs-Verfahren, ist für die Unternehmen ein wichtiger Standortfaktor.

Moderne Verwaltung unabdingbar

Ebenso wichtig ist eine moderne, digitale und verlässliche Verwaltung. Unternehmen sind auf transparente Abläufe, rechtssichere Entscheidungen und zügige Verfahren angewiesen. Die Regional-Versammlung spricht sich unter anderem dafür aus, Verwaltungs-Prozesse systematisch zu digitalisieren, einen zentralen Ansprechpartner an der Schnittstelle zwischen Unternehmen und Verwaltung einzurichten und Planungs-Prozesse bei komplexen Vorhaben durch Runde Tische zu beschleunigen. „Viele Standortfragen werden nicht in Berlin oder München entschieden, sondern direkt vor Ort. Ob Planungsverfahren transparent laufen, ob Gewerbeflächen entwickelt werden können oder ob die Anbindung eines Betriebsgebiets funktioniert, macht für unsere Unternehmen einen konkreten Unterschied“, sagt Stiefel.

Innenstadt, Verkehr und Co. 

Auch die Innenstadt- und Flächen-Entwicklung bleibt aus Sicht der Wirtschaft eine zentrale Aufgabe. Dazu zählen eine wirtschaftsfreundliche Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungs-Konzeptes Neu-Ulm und weiterer Innenstadt-Konzepte, eine gute ÖPNV-Anbindung der Innenstadt sowie der Misch- und Gewerbegebiete und attraktive Parkmöglichkeiten. Bei den Standortfaktoren verweist die Regionalversammlung unter anderem auf ein länderübergreifendes Baustellenmanagement bei Brückensanierungen und Neubauten über die Donau, den Ausbau von Energienetzen und Breitbandinternet sowie eine bessere ÖPNV-Anbindung der Gewerbe- und Industriegebiete.

IHK-Ehrenamt bietet Dialog an

In der IHK-Regional-Versammlung Neu-Ulm engagieren sich Unternehmer aus der Region ehrenamtlich für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort. Die Positionen zur Kommunalwahl wurden bereits im Vorfeld der Wahl erarbeitet und den Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung gestellt. Die IHK Schwaben will den Austausch mit Politik und Verwaltung nach dem Amtsantritt fortsetzen. Ziel ist es, konkrete Anliegen der Unternehmen frühzeitig in kommunale Entscheidungs-Prozesse einzubringen und gemeinsam an guten Rahmenbedingungen für Neu-Ulm zu arbeiten.

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