Neu-Ulm: LKW-Ladung landet im Kreisverkehr

Unzureichend gesicherte Ladung war die Ursache für einen Verkehrsunfall am Mittwochvormittag im Neu-Ulmer Industriegebiet Schwaighofen.

Gegen zehn Uhr vormittags war ein russischer Lkw-Fahrer in der Otto-Renner-Straße unterwegs. Nachdem er seine Ladung beim einem Händler anliefern wollte, löste er die Spanngurte, mit denen die Sperrholzplatten auf seinem Sattelauflieger gegen Verrutschen gesichert waren. Nachdem er aber am falschen Lagerort stand, musste er innerhalb Neu-Ulms weiterfahren.

Dazu verzichtete er darauf, die gestapelten Pakete mit den Holzplatten wieder zu sichern. Im Kreisverkehrs zwischen der Otto-Renner-Straße und der Otto-Hahn-Straße unterlief dem Lkw-Fahrer dann noch ein Fahrfehler. Er fuhr so ungeschickt mit seinem Sattelzug in den Kreisverkehr, dass sein Sattelauflieger auf die innere Einfassung der Fahrbahn auflief. Die Erschütterung beim Auffahren auf den rund 30 Zentimeter hohen Randstein reichte aus, um auf der Ladefläche eine Kettenreaktion auszulösen. Die ersten Pakete kamen ins Rutschen und rissen die gesamte obere Lage mit.

Alle Sperrholzplattenpakete gemeinsam hatten eine so große Wucht, dass nicht nur die Plane aufgerissen wurde, sondern auch die Ladebordwände weggedrückt wurden und die Rungen, die das Dach abstützten weggerissen wurden. Die Sperrholzplatten rutschten auf die Fahrbahn und bis auf den danebenliegenden Gehweg, auf dem zum Glück zu diesem Zeitpunkt niemand lief. Nachdem die Polizei und die Feuerwehr gemeinsam den Kreisverkehr halbseitig gesperrt hatten, konnte der Verkehr wechselweise entgegen der Fahrtrichtung an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Die Empfängerfirma, die für das Missgeschick des Speditionsfahrers nicht verantwortlich ist, übernahm die Bergung der Sperrholzplatten. Mit einem Radlader konnten die Platten, teilweise in kompletten Paketen, von der Straße aufgesammelt werden und auf dem Hof einer Anliegerfirma zwischengelagert werden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 10 000 Euro. Es kam rund drei Stunden lang zu Behinderungen. Text/Foto: Thomas Heckmann

Das könnte Dich auch interessieren

13.03.2026 Unfallstatistik Neu-Ulm: Mehr Radunfälle, mehr Drogenfahrten – aber keine Verkehrstoten Die Straßen im Raum Neu-Ulm bleiben vergleichsweise sicher, zumindest wenn man auf die schwersten Folgen blickt. Im vergangenen Jahr ist erstmals seit mehreren Jahren kein Mensch bei einem Verkehrsunfall im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Neu-Ulm ums Leben gekommen. Trotzdem zeigt die aktuelle Verkehrsunfallstatistik der Polizei: Im Straßenverkehr verändern sich einige Entwicklungen deutlich. Besonders zwei Trends stechen 31.05.2025 Gutachten nach tödlichem Unfall bei Ulm: Verursacher dreimal so schnell wie erlaubt Nach dem tragischen Unfall am 25. April auf der Thalfinger Uferstraße bei Ulm mit vier Toten liegt jetzt das Gutachten vor. Das berichtet die swp. Demnach war der 21-jährige Unfallverursacher mit 213 km/h in der dortigen 70er-Zone unterwegs und bremste knapp vor dem Unfall auf etwa 130 km/h ab, bevor er mit seinem Mercedes AMG 21.03.2025 B10 Neu-Ulm: Stundenlange Staus nach Lkw-Unfall Auslöser des Unfalls war nach den ersten Ermittlungen der Polizei ein 48-jähriger Mercedes-Fahrer, der gegen 12 Uhr mittags auf der Bundesstraße 10, der Europastraße, aus Richtung Ulm kommend in Richtung Nersingen unterwegs war. Aus noch unbekannter Ursache kam der Autofahrer auf der Rampe hinunter in die Unterführung auf Höhe der ratiopharm arena auf die Gegenfahrbahn. 09.03.2026 Beim Liebesspiel gestört: Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz in Neu-Ulm Ein vermeintlicher Notfall sorgte am frühen Sonntagmorgen für einen ungewöhnlichen Feuerwehreinsatz in Neu-Ulm. Eine 17-Jährige hatte gemeinsam mit einer Freundin die Wohnung ihrer Eltern verlassen. Als sie kurze Zeit später zurückkehrten, hörten sie aus der Wohnung ein seltsames Geräusch. Ihr Bruder, der sich noch in der Wohnung befand, reagierte weder auf Klingeln noch auf mehrere