Neu-Ulm: Mehr Lohn nach Tarifstreit bei Lebkuchenfabrik Max Weiss

Lebkuchen-Tarifstreit

Keine Sorge, in der Doppelstadt gibt's auch diesen Winter wieder regionale Lebkuchen. Nach monatelangen Verhandlungen gibt es beim Neu-Ulmer Lebkuchenhersteller Max Weiss eine Tarifeinigung. Weitere Arbeitskampfmaßnahmen sind damit vom Tisch.

Seit dem 30. April hatten die Gewerkschaft NGG und die Arbeitgeberseite über höhere Löhne verhandelt. Drei Tarifrunden blieben zunächst ohne Ergebnis. Beschäftigte hatten ihren Forderungen daraufhin mit ersten Arbeitskampfmaßnahmen Nachdruck verliehen. Jetzt wurde geschlichtet. Eine Ausweitung der Arbeitskämpfe ist damit abgewendet. Die Produktion bei Max Weiss soll ohne Einschränkungen weiterlaufen.

Löhne steigen um insgesamt 6,1 Prozent

Der neue Tarifabschluss sieht eine Entgelterhöhung von insgesamt 6,1 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten vor. Besonders wichtig sei die Einigung für Beschäftigte mit niedrigen und mittleren Einkommen, so die NGG. Der Großteil der Belegschaft verdient demnach derzeit rund 2.991 Euro brutto im Monat.

Harte Verhandlungen beendet

Die Verhandlungen seien hart gewesen, erklärt Alexander El-Masri aus der Tarifkommission bei Max Weiss. Zwar habe sich die Gewerkschaft in einigen Punkten mehr gewünscht. Der Abschluss bringe den Beschäftigten aber eine spürbare finanzielle Verbesserung.

NGG-Vertreter Paul Stüber verweist auf die weiterhin hohen Lebenshaltungskosten im Raum Neu-Ulm. Steigende Mieten, Energiepreise und Sozialabgaben seien für viele Beschäftigte deutlich zu spüren. Der Tarifabschluss sorge nun für mehr finanzielle Sicherheit und Planungssicherheit im Unternehmen.

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