Bereits im Dezember 2025 entschied das Landgericht Memmingen rechtskräftig, dass der NTK das Gelände räumen muss. Gegen das Urteil wurde keine Berufung eingelegt.
Zunächst wollte der NTK um den Vorsitzenden Norbert Schlegel dem Urteil geräuschlos folge leisten. Wenige Tage später kam die Kehrtwende: Auf einer nicht-öffentlichen Mitgliederversammlung sollte nochmal darüber abgestimmt werden. Dabei bezichtigte er die Stadt Neu-Ulm und insbesondere Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger und den Zweiten Bürgermeister Johannes Stingl des Vereinsmords. Besonders brisant: Stingl ist Vorstand des angrenzenden TSV Pfuhl, der das freiwerdende Areal für die eigenen Tennisanlagen gebrauchen könnte. In der ausgerufenen Mitgliederversammlung des NTK wurde aber gegen eine Berufung entschieden.
Die Stadt betont, dass die Entscheidungen nicht von Einzelpersonen, sondern vom Neu-Ulmer Stadtrat getroffen wurden: Im Februar und Oktober 2025 sprach sich das Gremium mehrheitlich gegen ein Erbbaurechtsverhältnis aus und beschloss, keine weiteren Verhandlungen zu führen.
Zudem weist die Stadt zurück, sie habe den Verein benachteiligt oder „plattgemacht“. Über Jahre hinweg wurden Gespräche und Angebote zur Übernahme des Geländes ermöglicht. Vorausgesetzt wurden belastbare Finanzierungsnachweise und eine Sanierungsplanung, die der NTK trotz mehrfacher Fristverlängerung nicht vollständig einreichte.
Behauptungen, die Stadt habe einen anderen Verein bevorzugt, seien unbegründet. Auch die vom NTK gezogenen Vergleiche mit strafrechtlichen Tatbeständen weist die Stadt zurück.
Klar ist nur, dass der Vorfall bisher wohl nur beiden Seiten geschadet hat. Was an die Stelle in der Nähe zum Donauufer kommt, ist noch unklar. Eine Padel-Vereinigung hat aber auch schonmal ihren Handschuh in den Ring geworfen.