Neu-Ulm soll demenzfreundlicher werden. Die Stadt startet dafür ein langfristiges Projekt, das Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen stärker ins gesellschaftliche Leben einbinden soll. Gleichzeitig soll die Öffentlichkeit besser über Demenz informiert werden. Den Auftakt macht im Juli eine dreiteilige Veranstaltungsreihe mit Fachvorträgen, Beratung und einem Theaterstück. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Los geht es am Mittwoch, 8. Juli, um 15 Uhr im Petrussaal am Petrusplatz 2. Christine Metzger vom Evangelischen Diakonieverband Ulm/Alb-Donau spricht dort über das Thema „Geistig fit bleiben – mit zehn Maßnahmen Demenz vorbeugen“.
Am Donnerstag, 16. Juli, folgt um 15 Uhr in der Stadtbücherei Neu-Ulm ein Vortrag von Dr. Jill Holbrook zur Therapie der Alzheimer-Erkrankung. Dabei geht es unter anderem um aktuelle Behandlungsmöglichkeiten und neue Medikamente.
Der dritte Termin ist am Mittwoch, 22. Juli, um 15.30 Uhr im Johannessaal am Johannesplatz 4. Dort zeigt das Jugendtheater Luftschloss zunächst das Stück „Nein, ich hab kein Zement!“. Danach spricht Dr. Frank Hettler in seinem Vortrag „Demenz verstehen – Wissen verbindet“ über Krankheitsbilder, Diagnostik, Therapie und den Umgang mit Betroffenen.
Nach allen Veranstaltungen stehen Mitarbeiter der Seniorenberatung der Stadt Neu-Ulm für Fragen und persönliche Gespräche bereit.
Hinter dem Projekt steht die Seniorenberatung der Stadt Neu-Ulm. Sie soll ein Netzwerk aus Stadtverwaltung, Gesundheitswesen, sozialen Einrichtungen, Ehrenamt und Bürgerschaft aufbauen.
Ziel ist, dass Menschen mit Demenz möglichst lange selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Angehörige sollen besser unterstützt und entlastet werden.
Das Projekt wird vom Freistaat Bayern aus Mitteln des Bayerischen Demenzfonds unterstützt. Weitere Veranstaltungen sind im Herbst 2026 und im Jahr 2027 geplant.