Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus schließt wegen Sanierungsarbeiten für acht Monate

Baustelle

Ab kommenden Montag schließt in Neu-Ulm das Edwin-Scharff-Haus für gut acht Monate seine Pforten, also bis Mitte Oktober. Während dieser Zeit wird umfangreich saniert.

Ab kommenden Montag (27. 02.2023) schließt das städtische Kultur- und Tagungszentrum Edwin-Scharff-Haus (ESH) in Neu-Ulm für gut acht Monate seine Pforten. Während der Zeit gibt es umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Innen- und Außenbereich.

Das Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm liegt in bester Lage und erster Reihe an der Donau. Die Planungen für den Bau des Gebäudes begannen schon im Jahr 1970 unter dem damaligen Neu-Ulmer Oberbürgermeister Dietrich Lang. Feierliche Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür war im Juli 1977. Nach knapp 46 Jahren Betrieb steht nun die erste große Sanierung der städtischen Einrichtung an.

Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus schließt wegen Sanierungsarbeiten für acht Monate

Die Sanierung betrifft zwei Bereiche: die zentrale Lüftungsanlage und die Außenfassade. Sowohl bei der Fassade, als auch bei der Lüftungsanlage haben turnusmäßige Kontrollen Mängel ergeben. Für die Lüftungsanlage wurde festgestellt, dass ein Austausch der Anlage nötig wird. Die Gefahr von altersbedingten Ausfällen war zu groß, als dass hier hätte weiter zugewartet werden können. Darüber hinaus sprechen auch energetische wie betriebswirtschaftliche Aspekte für einen Austausch. Im Gegensatz zur bisherigen Anlage sollen die neuen Geräte über eine Wärmerückgewinnung verfügen. Hierdurch kann in der kalten Jahreszeit deutlich energiesparender geheizt werden. Während des Ausbaus der alten und Einbau der neuen Anlage werden die Technikzentralen nach und nach entkernt und neu aufgebaut. Selbes gilt für die Heizungsverteiler.

Veranstaltungen und ein Betrieb des Hauses sind während der Arbeiten nicht möglich, daher hat sich die Stadt für eine zeitlich befristete Schließung entschieden. Die Verwaltung des ESH ist aber während der Schließzeit wie gewohnt erreichbar.

Die Schließzeit nutzt die Stadt zudem, um die Betonfassade des Gebäudes zu sanieren. Auch hier hatten turnusmäßige Überprüfungen Mängel ergeben. Sowohl an der Fassade, als auch an den Stützen, der Treppe und der Laderampe sind punktuelle Betonabplatzungen mit stellenweise freiliegenden Bewehrungen vorhanden.

Insgesamt investiert die Stadtverwaltung knapp 3,8 Millionen Euro

Insgesamt investiert die Stadtverwaltung knapp 3,8 Millionen Euro in die Sanierung des Kultur- und Tagungszentrums. Rund 650.000 Euro entfallen auf die Beton- und Fassadensanierung, 3,1 Millionen Euro werden für den Austausch der Lüftungsanlage fällig. Sinnvoll investiertes Geld, wie Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger findet: „Das Edwin-Scharff-Haus ist ein absolutes Schmuckstück und bei Kongress- und Tagungsgästen seit jeher äußerst beliebt. Mit der Sanierung investieren wir in die Zukunft des Hauses und auch die Zukunft des Tagungs- und Veranstaltungsstandorts Neu-Ulm“.

Letzter offizieller Öffnungstag des Edwin-Scharff-Hauses ist am Sonntag, 26. Februar. Anschließend schließt das Haus bis Mitte Oktober 2023 seine Pforten. Die ersten Veranstaltungen nach der Sanierung sind nach aktuellem Stand für Anfang November geplant.

Das Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus

Architekt des Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Hauses war Bernhard von Busse. Er ging als Sieger aus einem Architektenwettbewerb hervor. Die geplanten Baukostenlagen lagen bei 17 Millionen Mark. Am Ende kostete das Gebäude 22 Millionen Mark.

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