Neue Drohne für das DRK Biberach dank regionaler Spenden

Lageerkundung, Vermisstensuche und Gefahreneinschätzung

Der DRK-Kreisverband Biberach hat über großzügige Spenden regionaler Betriebe eine neue Spezialdrohne erhalten. Sie verbessert ab sofort die Einsätze bei Bränden oder in einsturzgefährdeten Gebäuden.

Der DRK-Kreisverband Biberach hat seine Drohnenstaffel um eine hochmoderne Spezialdrohne erweitert. Die neue DJI Avata 2 ergänzt ab sofort das technische Equipment der Rettungskräfte und verbessert deren Einsatzmöglichkeiten – insbesondere in schwer zugänglichen oder gefährlichen Einsatzgebieten wie einsturzgefährdeten Gebäuden oder Brandruinen. Finanziert wurde die Anschaffung durch Spenden der Kienle GmbH aus Altheim sowie der SRH Holding (SdbR) aus Heidelberg – beide Unternehmen unterstützten das Projekt mit jeweils 1.000 Euro.

Hilfe bei Suche nach vermissten Personen

Auslöser für die Neuanschaffung war ein Großbrand in der Riedlinger Altstadt im Januar 2025. Feuerwehr und Polizei baten damals um Unterstützung bei der Suche nach vermissten Personen in einem unzugänglichen Gebäude – jedoch stand keine geeignete Indoor-Drohne zur Verfügung. Das DRK suchte daraufhin gezielt nach Sponsoren und wurde schnell fündig.

Mit der Avata 2 wurde gezielt in moderne First-Person-View-Technologie (FPV) investiert. Die Drohne ist sowohl für Innen- als auch Außeneinsätze geeignet, verfügt über Zusatzbeleuchtung und bietet mit fünf Akkus eine Gesamtnutzungsdauer von bis zu 90 Minuten. Zusätzlich wurden eine mobile Power Station sowie weiteres Zubehör beschafft. Dominik Schärmer, stellvertretender Bereitschaftsleiter beim DRK Biberach und hauptberuflich an der SRH Fernhochschule tätig, spielte eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Projekts.

Lageerkundung, Vermisstensuche und Gefahreneinschätzung

„Mit dieser Drohne erweitern wir unsere Möglichkeiten bei der Unterstützung von Polizei und Feuerwehr erheblich“, betont Michael Mutschler, Geschäftsführer Rettungsdienst. Rund 20 ehrenamtliche Pilotinnen und Piloten stehen an den Standorten Riedlingen und Erolzheim bereit. Sie absolvieren eine rund 80-stündige Ausbildung, um für verschiedenste Szenarien optimal vorbereitet zu sein.

Peter Haug, Geschäftsführer des Rotkreuz-Bereichs im DRK Biberach, hebt das Zusammenspiel verschiedener Faktoren hervor: „Man braucht die richtige Ausrüstung, man braucht finanzielle Mittel – und man braucht engagierte Menschen. All das haben wir hier auf vorbildliche Weise zusammengebracht.“

Auch die beteiligten Sponsoren zeigen sich überzeugt: „Uns ist es wichtig, das Ehrenamt zu stärken“, sagt Birgit Kienle von der Kienle GmbH. Ein Mitarbeiter ihres Unternehmens ist selbst als Drohnenpilot beim DRK aktiv – auch deshalb sei das Engagement für sie selbstverständlich gewesen.

Drohnenstaffel des DRK-Kreisverbands Biberach

Die Drohnenstaffel des DRK-Kreisverbands Biberach besteht seit 2018 und unterstützt Einsatzkräfte bei der Lageerkundung, Vermisstensuche und Gefahreneinschätzung aus der Luft. Zum Einsatz kommen sowohl Drohnen mit Wärmebildtechnik als auch solche mit FPV-System.

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