Neue ICE-Strecke Augsburg–Ulm: Was das Projekt für Schwaben bedeutet

Schneller von Augsburg nach Ulm

Der Bundestag soll die nächsten Planungsschritte für die neue ICE-Strecke zwischen Augsburg und Ulm freigeben. Die Fahrt soll deutlich schneller werden – Kosten, Bauzeit und Finanzierung sind allerdings weiter offen.

Die neue ICE-Strecke zwischen Augsburg und Ulm soll einen Schritt vorankommen. Der Bundestag soll an diesem Donnerstag über die weiteren Planungen entscheiden. Ziel ist eine schnellere Verbindung: Künftig sollen ICE-Züge nur noch 26 Minuten zwischen Augsburg und Ulm brauchen. Aktuell dauert die Fahrt etwa 45 Minuten.

Was geplant ist

Die Bahn will die Strecke größtenteils neu bauen, überwiegend entlang der A8. Dort sollen Züge bis zu 300 Kilometer pro Stunde fahren können. So sollen schnelle ICE und langsamere Regionalzüge besser getrennt werden. Das könnte den Bahnverkehr auf der stark genutzten Strecke zuverlässiger machen.

Günzburg soll weiter ICE-Halt bleiben. Allerdings werden nicht alle Fernzüge dort stoppen. Einzelne ICE sollen weiter über die bestehende Strecke fahren und in Günzburg halten. Diese Verbindung würde zwischen Augsburg und Ulm rund 40 Minuten dauern.

Was noch offen ist

Unklar sind vor allem Bauzeit, Finanzierung und Kosten. Die Bahn rechnet in einer aktuellen Prognose mit rund 13,3 Milliarden Euro. Die Haushaltsmittel sind bisher aber noch nicht gesichert.

Auch die alte Strecke bleibt wichtig, vor allem für den Regionalverkehr. Ihre Sanierung war ursprünglich für 2030 geplant, wurde inzwischen aber auf 2034 verschoben. Bis die neue ICE-Strecke tatsächlich fertig ist, dürfte es also noch viele Jahre dauern.

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