Neue Kassen, digitale Kassenzettel – und für viele Betriebe jede Menge zusätzlicher Aufwand! Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben kritisiert das geplante neue Kassengesetz. Es könnte vor allem kleine Geschäfte, Restaurants und Hotels teuer zu stehen kommen. Die IHK fordert deshalb Änderungen am Gesetzentwurf.
Ab 2028 sollen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 100.000 Euro grundsätzlich elektronische Kassensysteme nutzen müssen. Außerdem sollen Kassenbons künftig digital bereitgestellt werden, beispielsweise über einen QR-Code. Wer als Kunde einen Papierbon möchte, soll ihn weiterhin bekommen können.
Ausnahmen sind vorgesehen, etwa für Betriebe mit weniger als 12.000 Euro Bargeldumsatz im Jahr.
Die IHK Schwaben sieht darin eine zusätzliche Belastung für die Wirtschaft. Gerade kleinere Betriebe könnten gezwungen sein, ihre bisherigen Kassensysteme teuer umzurüsten oder neue anzuschaffen. Hinzu kommen mögliche Mehrkosten für die Verwaltung.
Besonders kritisch sieht die IHK die Pflicht zu digitalen Kassenbons. Viele Händler und Gastronomen stehen ohnehin schon unter wirtschaftlichem Druck. Die IHK fordert deshalb einfachere Regeln, sinnvolle Ausnahmen und ausreichend Zeit für die Umstellung.
Die Bundesregierung will mit dem Gesetz vor allem Steuerhinterziehung bekämpfen. Elektronische Kassen sollen es schwieriger machen, Einnahmen zu verschweigen. Gleichzeitig sollen digitale Kassenzettel Papier sparen und den Aufwand für Unternehmen reduzieren.
Genau daran zweifelt die IHK Schwaben: Sie befürchtet, dass die neuen Vorschriften am Ende mehr Arbeit statt weniger bringen.
Wichtig: Beschlossen ist das Gesetz noch nicht. Der Bundestag soll den Gesetzentwurf am Freitag, 6. November 2026, erstmals beraten.