Die Unternehmen Max Wild aus Berkheim und SCHWENK aus Ulm haben gemeinsam eine neue nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten im Landkreis Biberach eröffnet. Betrieben wird sie von der gemeinsamen Gesellschaft SW BAUMINERALIK Donau-Iller.
Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit wurde die Anlage offiziell in Betrieb genommen. Die Investition liegt nach Angaben der Unternehmen im unteren zweistelligen Millionenbereich.
In der Anlage werden mineralische Materialien wie Bodenaushub, Grubenkies oder alter Gleisschotter gewaschen und sortiert. Dabei entstehen Sande, Splitte und Kiese, die anschließend wieder als Baustoffe eingesetzt werden können.
Die zurückgewonnenen Materialien sollen unter anderem in Betonwerken, bei Kellerwänden und Geschossdecken sowie in der Asphaltindustrie eingesetzt werden. Nach Angaben von SW BAUMINERALIK-Geschäftsführer Joachim Kainz können durch die Anlage jährlich Kiesabbauflächen von rund 1,7 Hektar eingespart werden.
Im Einschichtbetrieb sollen in Achstetten nach Angaben von Max-Wild-Geschäftsführer Markus Wild rund 150.000 Tonnen Material pro Jahr aufbereitet werden. Im Schichtbetrieb ist laut Unternehmen eine Kapazität von bis zu 250.000 Tonnen jährlich möglich.
„Die Materialien kommen aus einem Umkreis von etwa 80 bis 100 Kilometern“, sagt Wild. Gerade in Regionen rund um Ulm, Laupheim, Biberach und Ravensburg werde weiterhin viel gebaut. Deshalb seien die beiden Anlagen in Achstetten und Eichenberg aus seiner Sicht gut in der Region platziert.
Für Max Wild ist Achstetten bereits der zweite Standort dieser Art. Seit 2020 betreibt das Unternehmen eine nassmechanische Aufbereitungsanlage am Entsorgungszentrum in Eichenberg bei Berkheim. Zusammen können beide Standorte künftig bis zu 500.000 Tonnen mineralische Bauabfälle pro Jahr verarbeiten.
Die Anlage in Achstetten ist über ein 400 Meter langes Förderband mit einem benachbarten Bauschuttrecyclingplatz verbunden. Dort können angelieferte Stoffe zunächst angenommen und vorbearbeitet werden. Anschließend werden Materialien mit einer Korngröße von maximal 80 Millimetern zur neuen Anlage transportiert.
Joachim Kainz bezeichnet diese Verbindung auch als eine Art Brücke zwischen den Landkreisen Biberach und Alb-Donau. Auch beim Bau der Anlage wurden bereits recycelte Materialien verwendet. Laut den Unternehmen enthält der eingesetzte Beton unter anderem Recyclingkörnungen aus der Anlage von Max Wild in Eichenberg.