Dunkler, bequemer und besser geschützt: Die Polizei in Baden-Württemberg wird seit diesem Jahr mit neuen Uniformteilen ausgestattet. Seit Juni werden unter anderem dunkelblaue Poloshirts ausgegeben.
Dazu kommen neue Einsatzanzüge, Softshelljacken, Langarmshirts und Cargohosen. Die Stoffe erinnern eher an moderne Outdoor-Kleidung und sollen im Dienst angenehmer zu tragen sein.
Mehr Schutz bei Einsätzen
Ein wichtiger Punkt ist die Sicherheit. In Teile der neuen Kleidung sind schnitthemmende Elemente eingearbeitet. Besonders empfindliche Körperbereiche sollen dadurch bei Angriffen besser geschützt werden. Von außen ist dieser Schutz nicht zu erkennen.
Im vergangenen Jahr wurden laut Innenministerium 47 Messerangriffe auf Polizistinnen und Polizisten in Baden-Württemberg registriert. Neun Einsatzkräfte wurden dabei leicht und zwei schwer verletzt.
Das hellblaue Hemd bleibt
Komplett verschwinden wird das bisherige Polizeihemd aber nicht. Die dunkelblauen Poloshirts kommen zusätzlich dazu und dürfen im normalen Dienst getragen werden. Bei offiziellen oder formellen Terminen kann weiterhin eine andere Kleidung vorgeschrieben werden.
Operative Einsatzkräfte bekommen zunächst jeweils drei Poloshirts. Bis Ende des Jahres sollen die neuen Uniformteile nach und nach weiter verteilt werden.
Polizisten loben Komfort – es gibt aber auch Kritik
Bei den Polizeigewerkschaften kommen die neuen Sachen bislang grundsätzlich gut an. Gerade an heißen Tagen seien die Poloshirts angenehmer, auch unter einer Schutzweste.
Kritik gibt es allerdings an der Menge: Drei Poloshirts pro Person könnten bei mehreren Diensten hintereinander schnell knapp werden. Auch das Nachbestellen sei bislang noch ein Problem.
Die Umstellung der Uniformen war bereits 2023 beschlossen worden. Vor der Einführung wurden die neuen Kleidungsstücke von Polizistinnen und Polizisten getestet und anschließend noch einmal überarbeitet.