Beim Historischen Festzug des Biberacher Schützenfests feiert am Schützendienstag, 22. Juli, ein neuer Wagen Premiere. Zu sehen ist der Biberacher Bahnhof um das Jahr 1855 – gebaut im Maßstab 1 zu 14,6 und mit zahlreichen historischen Details.
Seit dem Frühjahr arbeitet das Team der Requisitenhalle der Stiftung Schützendirektion Biberach an dem neuen Wagen. Unter der Federführung von Schützendirektor Nicolai Maier wurde das Modell gebaut, gestrichen und immer weiter angepasst.
Mehr als drei Meter hoch und besonders lang
Der historische Bahnhof besteht aus dem Hauptgebäude und den Anbauten auf beiden Seiten. Mit einer Höhe von rund 3,20 Metern passt der Wagen nur knapp durch das Tor der Requisitenhalle.
Nach Angaben der Schützendirektion ist er zudem der längste Wagen im Historischen Festzug. Gezogen wird er von einem Pferdegespann. Einige Details sollen allerdings bis zur Premiere geheim bleiben.
Der Bahnhofswagen erweitert die historische Szene „Auf de schwäbsch’e Eisenbahne – Biberach wird an die Welt angeschlossen“. Die Eisenbahngruppe war bereits im vergangenen Jahr Teil des Festzugs. Nun wird die Geschichte mit dem Bau des Bahnhofs fortgesetzt.
Viertklässler werden zu historischen Reisenden
Für echtes Bahnhofstreiben sorgen Viertklässler der Birkendorf-Grundschule. Sie fahren als Reisende auf dem Wagen mit und tragen eigens angefertigte Kostüme, die an die Biedermeierzeit angelehnt sind.
Die Gewänder wurden nach eigenen Entwürfen für den Festzug hergestellt. Dabei wurden sogar Unterschiede zwischen Reisenden der Ersten und Zweiten Klasse berücksichtigt.
Bei einem ersten Probelauf sorgte der neue Wagen bereits für Aufmerksamkeit. Passanten machten Fotos und Videos und winkten den jungen Reisenden zu. Seine offizielle Premiere feiert der historische Bahnhof am Schützendienstag, 22. Juli. Auch bei Bauernschützen soll der Wagen zu sehen sein.