Der neue Tunnel am Blaubeurer Tor trägt während der Bauzeit den Namen „Helga-Tunnel“. Namensgeberin ist die Tunnelpatin und ehemalige Ulmer Stadträtin Helga Malischewski.
Sie war am 31. August gemeinsam mit Bürgermeister Martin Bendel und ARGE-Projektleiter Markus Vorholzer auf der Baustelle, als dort der erste Abschnitt der Tunneldecke betoniert wurde.
Bei Tunnelprojekten ist es üblich, dass eine Tunnelpatin dem Bauwerk während der Bauzeit ihren Vornamen gibt. In Ulm übernimmt diese Rolle Helga Malischewski – deshalb wird aus dem neuen Tunnel am Blaubeurer Tor vorübergehend der „Helga-Tunnel“.
Der Tunnel wird rund 200 Meter lang und soll künftig östlich am Blaubeurer Tor vorbeiführen. Geplant sind zwei Spuren pro Tunnelröhre.
Insgesamt wird der Tunnel in 21 Abschnitten gebaut. Drei davon entstehen in sogenannter Deckelbauweise: Dabei wird zuerst die Decke gebaut und anschließend darunter weitergegraben.
Dadurch soll die neue Ost-West-Verbindung zwischen Karlstraße beziehungsweise Ludwig-Erhard-Brücke und Blaubeurer Straße bereits im Dezember 2026 für den Verkehr freigegeben werden. Dann soll der bisherige Ringverkehr am Blaubeurer Tor Geschichte sein.
Die restlichen 18 Tunnelabschnitte werden in offener Bauweise gebaut. Dabei wird zuerst die Baugrube ausgehoben, anschließend entstehen Bodenplatte und Seitenwände, zum Schluss die Decke.
Der komplette „Helga-Tunnel“ soll nach aktuellem Plan bis Ende 2028 fertiggestellt sein.