Neutorbrücke in Ulm am Samstag für Autos gesperrt

Neue Sperre soll schwere Lastwagen stoppen

Am Samstag wird die Neutorbrücke in Ulm für Autos voll gesperrt. Von 6 bis 18 Uhr baut die Stadt eine neue Höhen- und Breitenbegrenzung ein. Hintergrund: Trotz des Lkw-Verbots fahren dort täglich weiterhin schwere Lastwagen über die historische Brücke.

Die Neutorbrücke in Ulm wird am Samstag, 9. Mai, für den Autoverkehr komplett gesperrt. Zwischen 6 und 18 Uhr baut die Stadt eine neue Höhen- und Breitenbegrenzung ein. Damit sollen künftig keine schweren Lastwagen mehr über die Brücke fahren können. Die Sperrung betrifft nur den Kfz-Verkehr. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke weiterhin nutzen. Alternativ steht auch die Kienlesbergbrücke zur Verfügung.

Warum die Stadt jetzt reagiert

Die Neutorbrücke darf eigentlich nur von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen befahren werden. Trotzdem nutzen laut Stadt täglich zahlreiche schwere Lkw die Verbindung – zuletzt wurden teilweise bis zu 70 unerlaubte Durchfahrten pro Tag gezählt. Grund dafür ist unter anderem die aktuelle Verkehrssituation rund um die B10-Sperrung. Viele Fahrer halten sich offenbar nicht an die ausgeschilderten Umleitungen.

Bisherige provisorische Engstellen wurden immer wieder beschädigt oder verschoben. Deshalb setzt die Stadt jetzt auf eine stabilere Lösung aus Betonblöcken und Stahlrahmen. Die Durchfahrt wird künftig auf 2,10 Meter Breite und 3 Meter Höhe pro Fahrtrichtung begrenzt.

Die Neutorbrücke stammt aus dem Jahr 1906 und gilt laut Stadt als statisch problematisch. Korrosion am Stahlfachwerk und Risse an tragenden Teilen hätten sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Eine komplette Sperrung der Brücke sei aktuell aber keine Option, weil sie eine wichtige Verbindung zwischen Eselsberg, Michelsberg und der Innenstadt ist.

Das sind die Umleitungen

Die Stadt richtet für Samstag folgende Umleitungen ein:

In den Sommerferien soll dann eine dauerhafte Begrenzung eingebaut werden. Dafür wird die Neutorbrücke voraussichtlich nochmals für eine Woche voll gesperrt. Parallel dazu untersucht die Stadt die Brücke weiter und arbeitet an einem Sanierungskonzept.

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