Statt Platz zu machen, nutzte ein 36-jähriger Autofahrer einen Notarzteinsatz offenbar für seine eigene schnelle Fahrt. Jetzt hat ihn das Amtsgericht Augsburg zu 13.500 Euro Geldstrafe verurteilt. Außerdem ist sein Führerschein weg.
Der Vorfall ereignete sich im Sommer 2025 auf der B17 bei Augsburg. Ein Notarztwagen war mit Blaulicht und Sirene auf dem Weg zu einem Patienten. Während andere Autofahrer Platz machten, blieb der 36-Jährige einfach vor dem Einsatzfahrzeug. Laut Staatsanwaltschaft nutzte er die Situation gezielt aus, um selbst schneller voranzukommen. Rund sechs Kilometer lang ignorierte er die Signale der Rettungskräfte.
Die Folge: Der Notarzt soll laut Anklage rund fünf lebensrettende Minuten verspätet beim Patienten angekommen sein.
Weil der Autofahrer dabei auch deutlich zu schnell unterwegs gewesen sein soll, wertete das Gericht sein Verhalten als Nötigung und verbotenes Kraftfahrzeugrennen.
Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu jeweils 75 Euro – insgesamt 13.500 Euro. Zusätzlich wurde dem Mann die Fahrerlaubnis entzogen. Einen neuen Führerschein darf er frühestens in zwei Jahren beantragen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.