Tobias Huber ist schon Bürgermeister in Ehingen und kennt das Rathaus aus seiner täglichen Arbeit. Er ist in Kirchbierlingen aufgewachsen und möchte die Stadt gemeinsam mit den Bürgern weiterentwickeln.
Seine Pläne: Schulen sanieren, Betreuungsangebote weiterentwickeln, die Stadtverwaltung digitaler machen und Unternehmen unterstützen. Beim Wohnen setzt er unter anderem auf das Bauen innerhalb bestehender Stadtgebiete, beim Verkehr auf bessere Busverbindungen und Radwege. Auch Vereine und die Teilorte stehen auf seiner Agenda.
Martin Krämer ist seit 2018 Bürgermeister von Obermarchtal und sitzt im Kreistag des Alb-Donau-Kreises. Er ist CDU-Mitglied, tritt bei der OB-Wahl in Ehingen aber als unabhängiger Kandidat an.
Seine Pläne: mehr bezahlbarer Wohnraum mithilfe einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft, gute Kitas und Schulen sowie eine starke Wirtschaft. Er möchte Einrichtungen in den Teilorten erhalten und Vereine und Ehrenamt unterstützen. Mit seiner Zuhörtour sucht er das direkte Gespräch mit den Ehingern.
Roman Urban kommt aus Baienfurt und gibt als Beruf freier Journalist an. Er bezeichnet sich selbst auch als „Prophet“ und spricht davon, Ehingen in ein „goldenes Zeitalter“ führen zu wollen.
Was das für die Ehinger im Alltag konkret bedeuten soll, bleibt bislang unklar. Ein nachvollziehbares kommunalpolitisches Programm mit konkreten Vorhaben etwa zu Wohnungen, Schulen oder Verkehr ist öffentlich nicht bekannt. Medien berichten von Verschwörungserzählungen, die Urban verbreitet.
Birgit Münz ist Diplom-Ingenieurin für Architektur und betreibt einen Steinmetzbetrieb in Ehingen. Sie setzt in ihrem Wahlkampf vor allem auf persönliche Gespräche.
Dafür ist sie unter anderem auf dem Wochenmarkt unterwegs und besucht die Ehinger Teilorte und Stadtviertel. Welche konkreten politischen Maßnahmen sie als Oberbürgermeisterin umsetzen möchte, hat sie bislang nicht in einem ausführlichen öffentlich zugänglichen Programm vorgestellt.
Christoph Schlegel kommt aus Ehingen. In der amtlichen Bewerberliste steht als Beruf Parkettleger, regionale Medien bezeichnen ihn als Berufskraftfahrer.
Statt auf klassische Wahlkampfveranstaltungen setzt er auf Gespräche mit den Menschen im Alltag. Bei der Podiumsdiskussion Mitte September in der Ehinger Lindenhalle forderte er mehr Angebote für junge Menschen. Ein ausführliches Wahlprogramm mit weiteren konkreten Vorhaben ist bislang nicht bekannt.
Christoph Lang ist Rechtsanwalt und wohnt in Ehingen. Er tritt als unabhängiger Kandidat an und möchte die bisherige Arbeit der Stadt fortführen, gleichzeitig aber Abläufe überprüfen.
Seine Pläne: möglichst ausgeglichene Stadtfinanzen, mehr Digitalisierung und KI im Rathaus und eine belebte Innenstadt mit sanierten Wohnhäusern. Außerdem will er prüfen lassen, ob Dettingen und Berkach eigene Ortschaftsräte und Ortsvorsteher bekommen können. Damit hätten die Menschen dort eine eigene politische Vertretung für ihre Anliegen.
Am Donnerstag, 1. Oktober, ab 19 Uhr können sich alle sechs Bewerber in der Ehinger Lindenhalle vorstellen. Jeder hat 20 Minuten Zeit, anschließend könnt ihr selbst Fragen stellen. Ein Livestream der Stadt Ehingen ist dazu geplant.