Der Wahlkampf um das Ehinger Rathaus geht in die entscheidende Phase. Am 11. Oktober wählt Ehingen ein neues Stadtoberhaupt. Die Bewerbungsfrist ist seit Montagabend vorbei, insgesamt sind sechs Bewerbungen eingegangen. Heute, am 15. September, prüft der Gemeindewahlausschuss ab 18 Uhr im Rathaus, ob alle Bewerber die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Erst danach steht offiziell fest, wer wirklich auf dem Stimmzettel landet.
Die Stadt hat den 11. Oktober offiziell als Wahltermin festgelegt. Erhält niemand mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, gibt es am 25. Oktober eine Stichwahl.
Um die Nachfolge von Oberbürgermeister Alexander Baumann bewerben sich der Ehinger Sozialbürgermeister Tobias Huber, Obermarchtals Bürgermeister Martin Krämer, die Ehinger Steinmetzin Birgit Münz, der Ehinger Rechtsanwalt Christoph Lang, der Ehinger Berufskraftfahrer Christoph Schlegel und der selbsternannte Druide Roman Urban aus Baienfurt.
Mehrere von ihnen sind inzwischen mitten im Wahlkampf. Huber und Krämer sind mit Terminen in der Kernstadt und den Ehinger Teilorten unterwegs. Münz will regelmäßig auf dem Wochenmarkt präsent sein und Gespräche in den Teilorten führen. Lang startet am Donnerstag, 17. September, mit einer Veranstaltung im Musikerheim in Rißtissen. Schlegel plant dagegen keine klassischen Wahlkampfveranstaltungen und setzt nach eigenen Angaben vor allem auf persönliche Gespräche im Alltag. Urban war zuletzt dienstags und samstags auf dem Marktplatz präsent.
Schon am Mittwoch, 16. September, gibt es das erste größere direkte Aufeinandertreffen. Um 19 Uhr beginnt in der Ehinger Lindenhalle das Wahlforum der Südwest Presse. Dort stellen sich Tobias Huber, Martin Krämer, Christoph Lang und Christoph Schlegel den Fragen der Moderatoren und des Publikums. Birgit Münz hat ihre Teilnahme aus terminlichen Gründen abgesagt, Roman Urban wurde vom Veranstalter nicht eingeladen. Die Zeitung begründet das vor allem damit, dass er Verschwörungserzählungen verbreite.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Für die Ehinger beginnt inzwischen auch ganz praktisch die Vorbereitung auf die Wahl: Die Wahlbenachrichtigungen werden derzeit verschickt und sollen spätestens bis zum 20. September angekommen sein. Wer keine Benachrichtigung bekommt, obwohl er glaubt, wahlberechtigt zu sein, sollte sein Wahlrecht bei der Stadt Ehingen prüfen lassen.
Auch Briefwahl ist möglich. Entsprechende Unterlagen können bei der Stadt beantragt werden.
Für das Oberbürgermeisteramt in Ehingen sind insgesamt sechs Bewerbungen eingegangen.