Die Produktion und die Versorgung aller Kunden mit Schussenrieder Bieren und Erfrischungsgetränken findet weiter uneingeschränkt statt, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die Brauerei beschäftigt derzeit rund 50 Mitarbeiter – sie sollen alle ihre Jobs behalten. Das Unternehmen will sich künftig verstärkt auch auf die veränderten Marktbedürfnisse einstellen. Und noch eine gute Nachricht: das Schussenrieder Bierkrug-Museum mit Gastro-Betrieb und Veranstaltungen ist von der Insolvenz nicht betroffen.
Zu den Ursachen für die Insolvenz zählen laut Brauerei die nachhaltigen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, die hohen Energie- und Rohstoffkosten durch die Unruhen in der Ukraine und dem Nahen Osten. Dazu kämen noch der Strukturwandel im Getränkemarkt sowie die gestiegenen Kosten in vielen Bereichen. Diese wirtschaftlichen Herausforderungen haben eine Neuausrichtung unter dem Schutz eines Insolvenzverfahrens erforderlich gemacht.
Die Schussenrieder Brauerei Ott wird seit 1852 als unabhängige Familienbrauerei geführt und ist bis heute fest an ihrem Stammsitz in Bad Schussenried verankert. Wie es weiter heißt, sei sie nicht nur ein wirtschaftlicher Faktor, sondern seit Jahrzehnten auch Teil der regionalen Identität, des gesellschaftlichen Lebens und der schwäbischen Bierkultur.