Der Gemeinderat in Ochsenhausen hat den Weg für einen neuen Bildungscampus am Schulzentrum Herrschaftsbrühl freigemacht. Zwischen Gymnasium und Realschule soll ein neues, barrierefreies Gebäude entstehen, das beide Schulen miteinander verbindet. Den Auftrag hat die Firma Reisch aus Bad Saulgau erhalten. Der Angebotspreis liegt bei knapp 13 Millionen Euro.
Geplant sind unter anderem zehn zusätzliche Klassenzimmer, drei Räume für kleinere Lerngruppen, eine gemeinsame Mensa, eine Mediothek sowie Räume für Schulsozialarbeit und Jugendliche. Außerdem sollen zusätzliche Aufenthalts- und Lernbereiche entstehen.
Ein wichtiger Grund für den Neubau ist die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Dadurch werden am Schulzentrum mehr Unterrichts- und Betreuungsräume benötigt. Gleichzeitig soll das Ganztagsangebot ausgebaut werden. Eine reine Sanierung der bestehenden Gebäude hätte nach Angaben der Stadt den zusätzlichen Platzbedarf nicht abdecken können.
Die Planungen für das Schulzentrum laufen bereits seit mehreren Jahren. 2025 wurden die Anforderungen gemeinsam mit Schulleitungen sowie Eltern- und Schülervertretern konkretisiert. Ende des Jahres kam eine Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis, dass ein zentraler Neubau die passende Lösung ist.
Mit den Bauarbeiten soll im ersten Halbjahr 2027 begonnen werden. Aktuell wird die Planung fertiggestellt und der Baustart vorbereitet. Nach Fertigstellung des Neubaus sollen anschließend auch die bestehenden Schulgebäude saniert werden.
Wie sich die Bauarbeiten konkret auf den Schulalltag auswirken, steht derzeit noch nicht fest. Lehrkräfte und Schüler sollen nach dem Schulstart über den weiteren Zeitplan und mögliche Einschränkungen informiert werden.