Partielle Mondfinsternis über Schwaben: So stehen die Chancen am Freitagmorgen

Früh aufstehen könnte sich am Freitag lohnen: Am 28. August ist auch über Schwaben eine partielle Mondfinsternis zu beobachten.

Wer das Himmelsspektakel sehen will, braucht zwar keine Spezialbrille – dafür aber etwas Glück mit dem Wetter. Los geht die partielle Mondfinsternis nach Angaben des Hauses der Astronomie in Heidelberg um 4.33 Uhr. Dann beginnt der Mond, in den Schatten der Erde einzutauchen. Der Höhepunkt wird gegen 6.13 Uhr erreicht.

Wetter könnte die Sicht in Ulm und Umgebung verhindern

Für Baden-Württemberg sind die Aussichten allerdings nicht besonders gut. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zieht am frühen Freitagmorgen von Westen eine breite Regenfront auf. Sie bringt dichte Wolken mit und breitet sich anschließend in Richtung Stuttgart und Ulm aus.

Damit könnte ausgerechnet zur Zeit der Mondfinsternis vielerorts die Sicht auf den Himmel versperrt sein.

Wer sein Glück trotzdem versuchen möchte, sollte möglichst früh unterwegs sein. Empfehlenswert ist ein erhöhter Standort mit freiem Blick nach Westen und möglichst unverstellter Sicht bis zum Horizont.

Höhepunkt erst in der Morgendämmerung

Der Höhepunkt der Finsternis um 6.13 Uhr ist für Beobachter zusätzlich schwierig: Zu dieser Zeit hat die Morgendämmerung bereits begonnen und der Himmel wird zunehmend heller.

In Deutschland geht der Mond je nach Standort zwischen etwa 6.15 Uhr und 6.50 Uhr unter. Deshalb sind die frühen Phasen der Mondfinsternis voraussichtlich am besten zu erkennen.

Eine spezielle Schutzbrille ist anders als bei einer Sonnenfinsternis nicht nötig. Der Mond kann gefahrlos mit bloßem Auge beobachtet werden.

Was passiert bei einer partiellen Mondfinsternis?

Bei einer Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond annähernd auf einer Linie. Dabei fällt der Schatten der Erde auf den Mond.

Bei einer partiellen Mondfinsternis wird allerdings nur ein Teil der Mondoberfläche vom Kernschatten der Erde getroffen. Dadurch sieht es so aus, als würde sich ein dunkler Schatten Stück für Stück über einen Teil des Mondes schieben.

Für Himmelsfans in Schwaben heißt es am Freitagmorgen also: Wecker stellen, nach Westen schauen – und darauf hoffen, dass die Wolken zumindest kurz eine Lücke lassen.

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