Pfarrer im Dekanat Ostalb wegen Missbrauchsvorwürfen vom Dienst freigestellt

Kirche

Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, hat den leitenden Pfarrer einer Seelsorgeeinheit im Dekanat Ostalb vom Dienst freigestellt. Grund sind bestehende Missbrauchsvorwürfe.

Ein Pfarrer aus dem Dekanat Ostalb ist von Bischof Gebhard Fürst wegen Missbrauchsvorwürfen freigestellt worden. Gegen den leitenden Pfarrer einer Seelsorgeeinheit gibt es nach Angaben der Diözese Rottenburg-Stuttgart Vorwürfe wegen Übergriffigkeit und Grenzverletzungen.

Dem katholischen Pfarrer werden nach Angaben der Diözese vom Dienstag ungewollte lange Umarmungen, Berührungen und ungewollte Kontaktaufnahmen über Messenger-Dienste vorgeworfen. Bereits Anfang Juli habe es einen ersten Hinweis auf eine ungewollte Umarmung gegeben und der Pfarrer habe daraufhin Verhaltensauflagen erhalten, teilte die Diözese mit. In Kürze werde in Absprache mit den Betroffenen eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erfolgen.

Bekannt geworden seien die Vorwürfe durch einen Brief von Ministrantinnen und Ministranten aus den drei Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit an den Leiter für Pastorales Personal der Diözese, hieß es. Die Betroffenen sind zwischen 14 und 18 Jahre alt.

Der Leiter für Pastorales Personal war demnach am Montag zu Gesprächen in der Seelsorgeeinheit. Dabei habe er unterstrichen, dass die Ministrantinnen und Ministranten sowie die Hauptamtlichen absolut richtig gehandelt hätten, indem sie die Vorwürfe gegenüber dem Pfarrer umgehend gemeldet hätten. Ein Jurist habe zudem mit ersten Betroffenen-Befragungen begonnen.

Der beschuldigte Pfarrer darf den Angaben zufolge bis auf weiteres keine priesterlichen und pastoralen Dienste übernehmen und auch keine Gottesdienste mehr feiern. Das Dekanat Ostalb umfasst 25 Seelsorgeeinheiten in der Region des Ostalbkreises.

 

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