Pfiffe, Ironie und nächste Pleite

3. Liga | 29. Spieltag im Donaustadion

Der SSV Ulm 1846 Fußball steckt immer tiefer im Abstiegskampf. Vor 7.330 Zuschauern im Donaustadion verlieren die Spatzen gegen den FC Ingolstadt mit 1:3. Während die Gäste ihre Chancen konsequent nutzen, reagieren viele Fans am Ende mit ironischen Fangesängen – und rund um Trainer Pavel Dotchev werden bereits erste Nachfolger gehandelt.

Der SSV Ulm 1846 Fußball hat am Samstagabend die nächste bittere Niederlage im Abstiegskampf der 3. Liga kassiert. Im Donaustadion unterliegen die Spatzen dem FC Ingolstadt 04 mit 1:3.

Vor 7.330 Zuschauern zeigte Ulm zunächst eine engagierte Leistung, konnte seine Chancen aber nicht nutzen – während Ingolstadt seine Möglichkeiten konsequent verwertete.

Ulm beginnt mutig – Ingolstadt trifft

Die Ulmer starteten aggressiv und mutig in die Partie. In der Anfangsviertelstunde setzten sie die Gäste früh unter Druck und suchten den Weg nach vorne. Die erste große Chance hatte jedoch Ingolstadt: Costly tauchte frei vor Ulm-Keeper Niclas Schmitt auf, der stark parierte.

Ulm blieb bemüht, doch nach knapp einer halben Stunde schlugen die Gäste zu.
In der 27. Minute brachte Costly den Ball von der Grundlinie in den Strafraum, wo Julian Kügel völlig frei zum 0:1 einköpfte.

Der Rückstand zeigte Wirkung. Ingolstadt gewann zunehmend Kontrolle über das Spiel, während Ulm Schwierigkeiten hatte, wieder Struktur ins Offensivspiel zu bekommen.

Ingolstadt erhöht – Ulm bricht ein

Nach der Pause versuchten die Spatzen, Druck aufzubauen. Doch erneut trafen die Gäste.

In der 68. Minute köpfte Jasper Maljojoki nach einer Ecke unbedrängt zum 0:2 ein. Das Donaustadion verstummte.

Als Marcel Costly in der 75. Minute nach einer Freistoßflanke zum 0:3 einschob, schien das Spiel endgültig entschieden.

Ulm verkürzt spät – Fans reagieren mit Galgenhumor

Erst in der Schlussphase kam Ulm noch einmal zum Torerfolg.
Nach einem Handspiel im Strafraum gab es Elfmeter für die Spatzen, den Leon Dajaku in der 82. Minute sicher zum 1:3 verwandelte.

Doch statt Aufbruchsstimmung machte sich im Stadion zunehmend Frust breit.
Ab etwa der 80. Minute reagierten viele Fans mit ironischen Fangesängen. Nach dem Ulmer Treffer zum 1:3 hallte sogar „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ durch das Donaustadion – ein sarkastischer Kommentar zur aktuellen sportlichen Lage.

Trainerdiskussion nimmt Fahrt auf

Die sportliche Krise verschärft damit auch die Diskussion um Trainer Pavel Dotchev.

Nach Informationen aus dem erweiterten Umfeld des Vereins wird bereits über mögliche Szenarien gesprochen, sollte Dotchev die kommende Woche als Cheftrainer nicht überstehen.

Als inoffizieller Kandidat wird dabei immer wieder Timo Wenzel genannt. Auch Co-Trainer Oliver Holzer könnte demnach übergangsweise als Interimstrainer übernehmen. Offiziell bestätigt ist davon bislang nichts – im Umfeld des Vereins wird darüber jedoch bereits spekuliert.

Abstiegskampf wird immer brisanter

Mit der Niederlage bleibt der SSV Ulm auf Platz 18 der Tabelle und steckt weiter tief im Abstiegskampf.

Die Spatzen stehen damit massiv unter Druck. In den kommenden Wochen müssen dringend Punkte her – sonst droht der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze weiter zu wachsen.

Im Donaustadion wurde am Sonntag jedenfalls deutlich: Die Geduld der Fans wird langsam dünner.

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