Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: Ulmer Positionspapier fordert mehr Tempo beim Wasserstoff

Ausbau der Wasserstoffwirtschaft

In Ulm haben sich Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf klare Forderungen für den Wasserstoffausbau geeinigt. Ein gemeinsames Positionspapier soll nun Druck für schnellere Regeln, bessere Förderung und neue Leitungen machen.

In Ulm ist ein gemeinsames Positionspapier zum Ausbau der Wasserstoffwirtschaft entstanden. Beteiligt sind die Stadt Ulm sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und benachbarten Landkreisen aus Baden-Württemberg und Bayern. Grundlage ist die sogenannte H2-Wandel-Fachtagung.

Ausbau der Wasserstoffwirtschaft

Im Mittelpunkt steht die Forderung: Der Wasserstoffhochlauf soll schneller und einfacher werden. Dafür braucht es aus Sicht der Beteiligten vor allem drei Dinge: weniger komplizierte Regeln, besser abgestimmte Förderprogramme und den schnellen Ausbau der Infrastruktur. Kritik gibt es besonders an den aktuellen EU-Vorgaben, die den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft ausbremsen würden. Die Regeln gelten als zu kompliziert und sollen deshalb vereinfacht werden, damit Unternehmen schneller investieren können.

Außerdem fordern die Beteiligten, dass Förderprogramme besser zusammenpassen. Erzeugung, Transport und Nutzung von Wasserstoff sollen zeitlich abgestimmt werden, damit Projekte nicht ins Stocken geraten. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Ausbau der Leitungen. Ohne ein funktionierendes Wasserstoffnetz könne die Technologie nicht großflächig genutzt werden, heißt es im Papier. Deshalb wird ein schneller Start wichtiger Infrastrukturprojekte gefordert.

Das Positionspapier aus Ulm soll nun an politische Entscheidungsträger weitergegeben werden. Ziel ist es, den Wasserstoffhochlauf in der Region konkret voranzubringen – und Ulm als wichtigen Standort dafür zu stärken.

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