Beim diesjährigen Sicherheitsgespräch haben Polizei, Stadt und Kreis Neu-Ulm die aktuelle Sicherheitslage diskutiert und gemeinsame Maßnahmen zur Verbesserung vereinbart. Trotz eines leichten Anstiegs der Straftaten um 0,5 Prozent auf 7.313 Fälle im Jahr 2024 zeigt sich die Entwicklung insgesamt positiv.
Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner berichtete, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, im Landkreis um acht Prozent und in der Stadt um ein Prozent gesunken ist. Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang bei Wohnungseinbruchsdiebstählen, die mit 106 Fällen den niedrigsten Stand seit 2015 erreichten.
Während die Fallzahlen bei Diebstählen – etwa von Fahrrädern, aus Fahrzeugen und im Einzelhandel – zugenommen haben, ist die Zahl der Rauschgiftdelikte stark zurückgegangen. Insbesondere die Teillegalisierung von Cannabis führte zu einem Rückgang von über 75 Prozent. Auch Verkehrsunfälle und die Zahl der Unfalltoten gingen zurück, trotz eines Anstiegs bei Schulwegunfällen.
Ein Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Caponniere in Neu-Ulm, einem beliebten Treffpunkt, der wegen Ruhestörungen und Müllablagerungen bei Anwohnern in der Kritik steht. Durch gemeinsame Kontrollen von Polizei und Stadt konnte die Situation verbessert werden, heißt es.
Landrätin Eva Treu und Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger betonten die Bedeutung der engen Zusammenarbeit aller Sicherheitsbehörden für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger. Polizeipräsidentin Strößner sagte: „Wir werden auch weiterhin alles tun, um die Lebensqualität und Sicherheit in unserer Region zu erhöhen.“