Polizei stoppt verkehrsunsicheren Fernbus in Ulm

Besonders erschreckend: Auch die Sicherheit der Passagiere war in hohem Maße gefährdet. Viele Rückhaltesysteme funktionierten nicht und wegen nicht abgedeckter Batterien bestand zudem Brandgefahr.

Ein völlig maroder Reisebus ist am Dienstagmorgen in Ulm aus dem Verkehr gezogen worden. Der polnische Doppeldecker war gegen 9 Uhr an der Fernbushaltestelle in der Eberhard-Finck-Straße angekommen und sollte von dort aus weiter Richtung Warschau und Riga fahren. 15 Fahrgäste warteten bereits auf den Einstieg – doch dazu kam es nicht.

Beamte des Verkehrsdienstes Laupheim hatten den Bus ins Visier genommen und kontrollierten das Fahrzeug. Dabei entdeckten sie gravierende Mängel: An mehreren tragenden Stellen im Rahmen und Unterboden war das Fahrzeug durchgerostet. Ein hinzugezogener Gutachter bestätigte den schlechten Zustand – mehr als zwei Dutzend Mängel wurden festgestellt.

Besonders erschreckend: Auch die Sicherheit der Passagiere war in hohem Maße gefährdet. Viele Rückhaltesysteme funktionierten nicht, es fehlten Nothämmer an den Ausstiegen, und wegen nicht abgedeckter Batterien bestand zudem Brandgefahr. Im Ernstfall hätten die Fahrgäste den Bus nicht schnell verlassen können.

Die Weiterfahrt wurde dem 46-jährigen Fahrer untersagt. Das Fahrzeug wurde auf einem Parkplatz in Seligweiler abgestellt – fahrtüchtig ist es nur noch mit einem Tieflader. Da der Fahrer keinen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er eine Sicherheitsleistung von 1.200 Euro zahlen.

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