Polizei warnt vor falschen Kammerjägern

Trickbetrüger

Professionelle Internetseite, schneller Termin und am Ende eine viel zu hohe Rechnung. Die Polizei Konstanz warnt vor falschen Kammerjägern. In den vergangenen Monaten sind mehrfach Menschen mit dieser Masche betrogen worden.

Die Polizei Konstanz warnt vor einer Betrugsmasche mit angeblichen Kammerjägern. In den vergangenen Monaten sollen Betrüger mehrfach überhöhte Rechnungen verlangt und gleichzeitig mangelhafte Arbeit geleistet haben. Die Masche ähnelt Fällen mit falschen Schlüsseldiensten oder angeblichen Rohrreinigungsfirmen.

Professionelle Internetseiten sollen Vertrauen schaffen

Die Anbieter werben häufig über professionell gestaltete Internetseiten für Dienstleistungen wie Schädlingsbekämpfung. Wer dort anruft, bekommt meist schnell einen Termin. Konkrete Preise werden vorher allerdings oft nicht genannt. Vor Ort erscheinen laut Polizei teilweise mehrere Personen ohne einheitliche Arbeitskleidung oder klar erkennbares Firmenfahrzeug. Die Arbeiten werden sofort ausgeführt, sind aber häufig nicht fachgerecht.

Überhöhte Preise und doppelte Zahlungen

Direkt nach der Arbeit verlangen die Anbieter die Bezahlung. Dabei seien die geforderten Preise häufig deutlich überhöht. Oft werde Bargeld verlangt. Auch bei Kartenzahlungen ist Vorsicht geboten! Laut Polizei kam es bereits vor, dass ein falscher Betrag abgebucht wurde oder den Kunden gesagt wurde, die Kartenzahlung sei fehlgeschlagen. Anschließend wurde zusätzlich Bargeld verlangt, die Betroffenen zahlten damit doppelt. Danach seien die Anbieter häufig nicht mehr erreichbar.

Anbieter vor Auftrag genau prüfen

Die Polizei empfiehlt, vor einer Beauftragung genau hinzuschauen. Wichtig ist unter anderem, ob die Internetseite ein vollständiges Impressum enthält, ob Fahrzeuge und Arbeitskleidung eindeutig einer Firma zugeordnet werden können und ob eine nachvollziehbare Rechnung ausgestellt wird. Außerdem sollte möglichst vor Beginn der Arbeiten ein Festpreis vereinbart werden. Wer unsicher ist oder sich unter Druck gesetzt fühlt, sollte nicht sofort bezahlen und im Zweifel die Polizei kontaktieren.

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