Polizei warnt vor neuer Investment-Betrugsmasche mit Festgeld im Netz

Vorsicht Abzocke!

Laut Polizei versprechen sie traumhafte Renditen in kurzer Laufzeit: Auf betrügerischen Webseiten wird mit Festgeld-Angeboten geworben. Am Ende ist das Geld aber weg. Ein Anleger aus dem Bodenseekreis habe auf diese Weise 700.000 Euro verloren.

Die Polizei hat vor einer Investment-Betrugsmasche im Netz gewarnt. Es gehe um betrügerische Webportale für Festgeld, die auf den ersten Blick nur schwer von seriösen Angeboten zu unterscheiden seien, erklärte die Polizei in Ravensburg. Sie würden «traumhaft» hohe Renditen zu geringer Laufzeit versprechen. Der Kunde lege dabei sein Erspartes für einen bestimmten Zeitraum fest an. Doch am Ende der Anlagezeit sei das Geld weg. Ein Anleger aus dem Bodenseekreis habe auf diese Weise 700.000 Euro verloren. Die Masche sei relativ neu.

Polizei warnt vor neuer Investment-Betrugsmasche mit Festgeld im Netz

Um seriös zu wirken, würden die Betrüger auch den sogenannten IBAN-Trick anwenden. «Die Opfer überweisen ihr Erspartes an ihren eigenen Namen mit einer ausländischen Kontoverbindung und glauben so, ein extra Konto im Ausland zu besitzen», erklärte die Polizei. Dabei lande das Geld aber oftmals direkt bei den Betrügern. Weil für die Empfängerbanken nur die IBAN zähle und sie diese nicht mit dem Namen abgleichen müssten, merkten weder Bank noch das Opfer etwas von dem Betrug.

Die Namen der betrügerischen Investment-Firmen würden den Anlegern zudem vorgaukeln, dass sie ihr Geld in der Schweiz anlegen. «Dies strahlt eine Sicherheit aus, die die Opfer falsch einschätzen und sich von der hohen Rendite blenden lassen.» Etwas hermachende Kontoauszüge und eine zunächst auch engmaschige telefonische Betreuung durch vermeintliche Bankberater sei auch Teil der Masche, hieß es weiter.

Die Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen habe bereits mehrere Ermittlungsverfahren mit dieser Betrugsform bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Kriminalbeamten raten Anlegern dazu, bei besonders verlockend klingenden Angeboten misstrauisch zu werden. «Legen Sie Ihr Geld ausschließlich bei seriösen Banken und Kreditinstituten an.»

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 Schockanrufe nach Traueranzeigen: Polizei warnt Hinterbliebene Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West warnt aktuell vor einer besonders perfiden Betrugsmasche. Kriminelle lesen demnach Traueranzeigen und entnehmen daraus Namen und familiäre Verhältnisse. Anschließend suchen sie im Telefonbuch nach passenden Telefonnummern und Adressen. Danach rufen die Täter bei Hinterbliebenen an. Am Telefon geben sie sich zum Beispiel als Polizisten, Staatsanwälte oder Richter aus. Sie behaupten, ein 05.03.2026 Betrugsopfer wird zum Geldwäscher? In Scheer im Kreis Sigmaringen investierte die Frau über eine angebliche Anlagenplattform zunächst 3.500 Euro in Kryptowährung. Ein angeblicher Börsenmakler überzeugte sie anschließend, weitere Beträge zu investieren. Durch gefälschte Kontoauszüge wurden der 53-jährigen hohe Gewinne vorgetäuscht. Die Betrüger überwiesen der Frau einmalig einen fast sechsstelligen Betrag, mit der Aufforderung das Geld an ein ausländisches Konto 29.09.2025 Kreis Göppingen: 13-jährige Wasen-Besucherin prellt Taxifahrer Das Kind hatte den Taxifahrer am späten Samstagabend nach der mehr als 50 Kilometer langen Fahrt von Stuttgart in Lauterstein anhalten lassen und angegeben, Geld holen zu wollen – kam aber nicht zurück. Der Fahrer rief die Polizei. Der gelang es, die mutmaßliche Schwarzfahrerin zu ermitteln. Weil sie bereits schlief und auch ihre Mutter die Taxirechnung 06.08.2025 Vorsicht! Falsche Polizisten treten jetzt schon in Uniform auf - sogar mit gefälschten Dienstausweisen Immer mehr Betrüger geben sich in Baden-Württemberg als Polizisten aus – und das nicht mehr nur am Telefon. Wie das Innenministerium mitteilt, häufen sich derzeit Fälle, in denen Täter direkt an der Haustür in täuschend echten Uniformen auftreten. Besonders in der Region Heilbronn war diese Masche zuletzt auffällig oft zu beobachten. Falsche Uniform, gefälschte Dienstausweise,