Ein neues Kapitel für das Theater Ulm! Am Mittwoch, den 23. September, hat Oberbürgermeister Martin Ansbacher die neue Intendantin Greta Călinescu offiziell im Ulmer Rathaus begrüßt. Sie ist die erste Frau, die das Theater in seiner langen Geschichte leitet. Die 38-Jährige hat mit Beginn der Spielzeit 2026/2027 die künstlerische Gesamtverantwortung übernommen. Gleichzeitig ist sie auch die neue Schauspieldirektorin.
Greta Călinescu wurde 1988 in Würzburg geboren und wuchs in Herrlingen bei Ulm auf. Ihr Abitur machte sie in Ulm, bevor sie unter anderem Theaterwissenschaften und Dokumentarfilmregie in München studierte. Ihre Theaterkarriere führte sie zunächst ans Nationaltheater Mannheim und später ans Staatstheater Nürnberg. Dort war sie von 2023 bis 2025 als geschäftsführende Produktionsleiterin tätig. Außerdem arbeitet sie als Regisseurin. Bereits im November 2024 hatte der Ulmer Gemeinderat sie zur Nachfolgerin von Kay Metzger gewählt. Sie übernimmt außerdem die Leitung der Schauspielsparte von Marlene Schäfer.
Bei ihrer offiziellen Amtseinführung machte Călinescu deutlich, wohin sie das Theater entwickeln möchte. Ihr Ziel ist ein offenes Haus, das die Menschen in Ulm zusammenbringt und Raum für Austausch und Begegnungen bietet. Dabei soll das Theater nicht nur unterhalten, sondern auch gesellschaftliche Fragen aufgreifen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen. Oberbürgermeister Martin Ansbacher begrüßte die neue Intendantin und hob besonders ihre Verbundenheit mit der Region sowie ihre Erfahrungen aus dem Theaterbetrieb hervor.
Unter dem Motto „Schwüre“ ist das Theater Ulm bereits in die neue Spielzeit gestartet. Zu den ersten Premieren gehörten Shakespeares Komödie „Wie es euch gefällt“ und die Uraufführung von „Spaceman“. An letzterer war Călinescu selbst beteiligt. Die Inszenierung verbindet Theater mit Augmented Reality, also digitalen Elementen, die die reale Bühnenwelt erweitern. Auch Musik- und Tanztheater stehen auf dem Programm. Am 3. Oktober feiert die Oper „La Juive“ Premiere, am 22. Oktober folgt das Tanztheaterstück „Kipppunkte“.