Ulm: Prozessstart nach Schuss auf Döner-Imbiss

Nach einem Schuss auf den Besitzer eines Döner-Imbisses im Raum Göppingen müssen sich drei junge Männer vor Gericht verantworten.

Rund neun Monate nach einem mutmaßlichen Mordversuch auf den Besitzer eines Döner-Imbisses beginnt der Prozess gegen drei Männer im Alter von 19, 20 und 22 Jahren.

Nach Angaben des Landgerichts sollen die drei Ende Januar gemeinsam versucht haben, den Imbissbesitzer zu töten. Der 19-Jährige soll in dem Geschäft einen Schuss auf den Mann abgegeben haben. Das Projektil verfehlte den Inhaber.

Den Angeklagten wird unter anderem versuchter Mord in Mittäterschaft vorgeworfen.

Männer sollen aus München angereist sein

Laut Anklage sollen die drei Beschuldigten gemeinsam mit einer weiteren Person von München in den Raum Göppingen gefahren sein. Der 22-Jährige soll den mutmaßlichen Schützen anschließend in die Nähe des Imbisses gebracht haben.

Nach dem Schuss sollen die Beteiligten geflohen sein. Für den Prozess sind insgesamt zwölf Verhandlungstage vorgesehen. Ein Urteil könnte Mitte Dezember fallen.

Zweiter mutmaßlicher Mordplan wenige Wochen später

Nur wenige Wochen nach dem Schuss soll ein weiterer Mann den Imbissbesitzer ins Visier genommen haben. Ein 38-Jähriger soll sich im Februar dazu bereit erklärt haben, den Mann bei einem sogenannten Drive-by-Shooting aus einem fahrenden Auto heraus zu töten.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er dabei ein vollautomatisches Sturmgewehr, eine halbautomatische Schusswaffe sowie insgesamt 53 Patronen bei sich gehabt haben.

Polizei stoppt mutmaßlichen Auftragsmörder

Zu der geplanten Tat kam es nicht. Der 38-Jährige wurde auf dem Weg nach Göppingen gestoppt. Sein Fahrer soll zuvor versucht haben, einer Polizeikontrolle zu entkommen und auf der Autobahn 6 gegen eine Leitplanke gefahren sein.

Der 38-Jährige wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Gegen ihn wurde unter anderem wegen des Verdachts der Verabredung zum Mord Anklage erhoben. Zu den Vorwürfen hat er sich bislang nicht geäußert.

Das könnte Dich auch interessieren

09.09.2026 20 Euro fürs Taubenfüttern: Ulmer Rentner zieht vor Gericht Ein 74-jähriger Ulmer muss 20 Euro Bußgeld zahlen, weil er Tauben in den Sedelhöfen gefüttert hat. Der Fall landete in der vergangenen Woche vor dem Amtsgericht Ulm. Ursprünglich waren 50 Euro fällig, vor Gericht wurden daraus 20 Euro. Damit ist die Sache für den Rentner aber offenbar noch nicht erledigt: Laut Neu-Ulmer Zeitung will er 28.08.2026 Ulmer Landgericht: Fall um versuchten Mord in Göppingen Rund acht Monate nach einem mutmaßlichen Mordversuch an einen Döner-Imbissbesitzer hat der mutmaßliche Schütze zwar den Schuss auf den Mann eingeräumt. Er betonte aber vor dem Ulmer Landgericht über seinen Anwalt, er habe mit Absicht an ihm vorbeigeschossen. «Ich wollte niemanden treffen oder töten», sagte er demnach zum Prozessauftakt. «Es sollte eine letzte Warnung sein.» 12.08.2026 Messerangriff in Ulm - Gericht ordnet Psychiatrie an Ein 30 Jahre alter Mann ist wegen eines Messerangriffs auf drei Beschäftigte eines Ulmer Elektrofachmarktes und zwei Polizisten vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Grund ist seine schwere psychische Erkrankung. Das Ulmer Landgericht verhängte jedoch seine Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung «auf unbestimmte Zeit». Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann 12.08.2026 15 Messerstiche im Elektrofachmarkt – Urteil in Ulm erwartet Vor dem Landgericht Ulm wird am Mittwoch das Urteil nach dem schweren Messerangriff in einem Elektrofachmarkt erwartet. Angeklagt ist ein 30 Jahre alter Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Der letzte angesetzte Verhandlungstag begann laut Landgericht am Mittwochmorgen um 8.30 Uhr. Mitarbeiter mit 15 Messerstichen lebensgefährlich verletzt Der
Mit KI erstellt