Am Sonntagabend ging das 4. Filmklang Festival in Göppingen erfolgreich zu Ende. Das Publikum wählte „Songs for Joy“ von Jan Becker auf den ersten Platz, der zweite Publikumsliebling war „Primadonna or nothing“ von Juliane Sauter. Beim Wettbewerb für Nachwuchsfilme aus Baden-Württemberg setzte sich Alana Nastold mit ihrem Musikvideo „Oblivion“ durch.
Insgesamt umfasste das Festival 13 Veranstaltungen mit 19 Filmen. Besonders hervorzuheben ist der Kurzfilm „Paradies“, der im Rahmen eines Workshops von Jugendlichen aus Göppingen entstanden ist. Die Teilnehmenden zeigten ihre eigenen Ideen auf der Leinwand und standen anschließend dem Publikum für Fragen zur Verfügung - für die Jugendlichen sicher ein prägendes Erlebnis.
Erstmals wurde beim Festival auch ein Film in einer Fassung für Hörgeschädigte präsentiert: „Sorda – Der Klang der Welt“ vermittelte so die Erfahrungen einer jungen Familie auf eindrückliche Weise – sowohl für hörende als auch für hörgeschädigte Zuschauer.
Die Matinée am Sonntagvormittag war ein weiteres Highlight: Filmakademie-Absolventin Juliane Sauter stellte ihren Abschlussfilm vor, begleitet von einem spontanen Mutter-Tochter-Duett von Olivia und Jessica Eckhoff, das das Publikum zu Tränen rührte.
Festivalintendantin Helga Reichert zog ein positives Fazit: „Das Festival lebt von Publikum und Nachwuchs. Es ist großartig zu sehen, wie die Filme bei den Menschen ankommen.“ Auch Ralf Granzer von der Staufer Festspiele Göppingen gGmbH zeigte sich begeistert von der hohen Beteiligung und den lebhaften Diskussionen mit den Filmschaffenden.
Das Festival lebt von Publikum und Nachwuchs. Es ist großartig zu sehen, wie die Filme bei den Menschen ankommen. (Intendantin Helga Reichert)
Mit dieser Mischung aus Publikumspreisen, Nachwuchsförderung, inklusiven Formaten und lokalen Kulturbeiträgen hat das Filmklang Festival einmal mehr gezeigt, dass Göppingen nicht nur ein Zentrum für Filmkunst und kreative Experimente ist, sondern auch ein Impulsgeber für die Filmwirtschaft, der Fachleute, Nachwuchstalente, Kreative und Publikum aus allen Richtungen zusammenbringt und den Austausch sowie gemeinsame Diskussionen fördert.