Der 1. FC Heidenheim hat dem Champions League Anwärter aus Stuttgart am 23. Spieltag einen wilden Fußballabend abgerungen. Am Ende steht ein 3:3 gegen den VfB Stuttgart auf der Anzeigetafel. Für den Tabellenletzten ist das ein Achtungserfolg, für die Tabelle bringt der Punkt aber nur wenig Entlastung.
Heidenheim startete mutig, kassierte aber früh den Dämpfer: Chris Führich nutzte in der 5. Minute einen Ballverlust und schob zur 0:1 Führung ein. Der FCH fing sich schnell, blieb dran und belohnte sich: Eren Dinkci traf in der 20. Minute zum 1:1.
Dann wurde es richtig hektisch. Stuttgart jubelte über das vermeintliche 1:2, doch nach VAR Eingriff wurde das Tor zurückgenommen und stattdessen Elfmeter gegeben. Arijon Ibrahimovic verwandelte in der 34. Minute zur 2:1 Führung für Heidenheim. Lange hielt sie aber nicht, weil auch der VfB noch vor der Pause vom Punkt traf: Maximilian Mittelstädt glich in der 44. Minute per Elfmeter zum 2:2 aus. Halbzeit.
Nach dem Wechsel schob Stuttgart an, Heidenheim wartete auf den Moment. Der kam in der Schlussphase: Nach einem Konter drückte Joker Sirlord Conteh in der 82. Minute zum 3:2 ein und die Voith Arena stand kurz vor dem Befreiungsschlag.
Doch der VfB konterte eiskalt. Deniz Undav bekam zu viel Platz und jagte den Ball in der 88. Minute zum 3:3 ins Eck. In der Nachspielzeit lag sogar noch der Heidenheimer Sieg in der Luft, doch der eingewechselte Kölle setzte einen Kopfball knapp vorbei.
Unterm Strich bleibt: Heidenheim zeigt Moral und Offensivpower, steht nach dem Remis aber weiterhin auf Rang 18 mit 14 Punkten. Stuttgart verpasst den eingeplanten Auswärtssieg, bleibt aber auf Platz 4.