Quo vadis Ulmer Fußballer? Mitglieder entscheiden über Ausgliederung

Die Ulmer Fußballer stehen vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Am 27. Januar sollen die Mitglieder des SSV Ulm 1846 Fußball auf einer Mitgliederversammlung der Ausgliederung der 1. Mannschaft zustimmen.

Für die Verantwortlichen ist das der einzige Weg, langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Sport-Vorstand Anton Gugelfuß nimmt dabei die gesamte Region in die Pflicht. „Die Region muss aufspringen“, so Gugelfuß wörtlich. Durch die Ausgliederung der Profi-Mannschaft versprechen sich die Spatzen weitere finanzkräftige Geldgeber. Sie sollen es ermöglichen, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. „Man stehe an einer Schwelle“, sagt Rechtsanwalt Thomas Oelmayer, der ebenfalls dem Vorstand angehört und sich seit der dritten Insolvenz der Ulmer Fußballer um ihre Belange kümmert.  Auch er plädiert für die neue Organisationsform. Sie soll der Lizenzspieler-Mannschaft mehr Geld in die Kassen spülen und gleichzeitig das Risiko für den Hauptverein schmälern. Mittelfristiges Ziel soll der Aufstieg in die Dritte Liga sein. Das bringt neben mehr Reputation auch deutlich höhere Mehreinnahmen, vor allen durch die dann fließenden Fernsehgelder. Der aktuelle Wert des Vereins beläuft sich auf 1,93 Millionen Euro. Das hat ein Gutachten der Neu-Ulmer Kanzlei Schneider Geywitz ergeben. Der Wert ist deshalb so hoch, weil Ulm zu den 50 Vereinen gehört, die schon in der Bundesliga gespielt haben.

Falls die Mitglieder der Ausgliederung nicht zustimmen sollten, droht die Gefahr, dass der Verein weiter in der Regionalliga oder aber auch in der Oberliga vor sich hin dümpelt. Dann hätte sich das Thema Profifußball in Ulm für die nächsten Jahre erledigt, ist sich der Vorstand sicher.

Die Mitglieder-Versammlung am 27. Januar findet im Ulmer Kornhaus statt. Sie beginnt um 18.46 Uhr.

Foto: SSV Ulm 1846 Fußball

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