Die Stadt Ulm will künftig eine eigene Endung für Internetadressen nutzen. Der Gemeinderat hat am 15. Juli mehrheitlich dafür gestimmt, die Bewerbung um die sogenannte Top-Level-Domain „.ulm“ auf den Weg zu bringen.
Eine Top-Level-Domain ist der letzte Teil einer Internetadresse – zum Beispiel „.de“, „.com“ oder „.org“. Sollte „.ulm“ genehmigt werden, wären damit theoretisch Adressen wie „rathaus.ulm“, „tourismus.ulm“ oder „museum.ulm“ möglich.
Welche Seiten die Stadt später tatsächlich unter der neuen Endung anbieten würde, steht bislang nicht fest. Auch Unternehmen, Vereine oder andere Einrichtungen aus Ulm könnten möglicherweise passende Adressen erhalten. Wie die Vergabe konkret aussehen soll, ist noch offen.
Neue Internet-Endungen können derzeit bei der internationalen Internetverwaltung ICANN beantragt werden. Die aktuelle Bewerbungsrunde läuft seit dem 30. April und endet am 12. August 2026. Die Organisation prüft anschließend die eingegangenen Anträge.
Mit einer eigenen Endung könnten Internetseiten auf den ersten Blick mit Ulm verbunden werden. Ob „.ulm“ am Ende genehmigt wird und wann die ersten Adressen online gehen könnten, lässt sich derzeit aber noch nicht sagen.