ratiopharm ulm gegen Alba Berlin

„40 Minuten konstant und fokussiert spielen“:  ratiopharm ulm schließt die Heimspiel-Woche am Sonntag (07.03.2021, 18 Uhr) gegen den amtierenden Meister und Pokalsieger ALBA Berlin ab.



Mit einer Serie von vier Siegen im Rücken – davon zuletzt zwei Heimerfolge gegen den MBC und Hamburg innerhalb von vier Tagen – will ratiopharm ulm die aufgebaute Dynamik und das Selbstvertrauen auch am Sonntag nutzen. Dann empfangen die Ulmer den Tabellenzweiten ALBA Berlin zum Rückspiel in der ratiopharm arena. Die jüngsten Erfolge und das geschaffene Momentum sind beste Voraussetzungen für ein Duell gegen ein Spitzenteam. Trotzdem mahnt Andi Obst, dass „es in den letzten Spielen auch Phasen gab, in denen wir etwas nachgelassen haben. Diese gilt es, gegen ALBA zu unterbinden, weil kleine Schwächen sofort bestraft werden. Wir müssen 40 Minuten lang sehr konstant und fokussiert spielen.“ Seit Wochen befindet sich der Nationalspieler in bestechender Form, avancierte zuletzt gegen Hamburg zum Topscorer (20 Punkte) und traf dabei alles, was man treffen kann. Auch einen Buzzer-Beater von hinter der Mittellinie, der das Ende der ersten Halbzeit besiegelte. Seine Leistungen macht der 24-Jährige jedoch vom Verdienst der gesamten Mannschaft abhängig: „Wir haben in den letzten Wochen im Training einen guten Standard gesetzt. Dadurch kann jeder glänzen. In den letzten Spielen sah es für mich ganz gut aus. Das kann aber auch für jeden anderen im Team so sein.“

Mit Ausnahme von Christoph Philipps, der am Sonntag „sehr wahrscheinlich“ nicht zum Einsatz kommen wird, kann Jaka Lakovic auf die volle Kadertiefe setzen. Neben Neuzugang Cameron Clark, der am Mittwoch in 17 Minuten vier Punkte und drei Rebounds markierte, stand gegen die Towers auch endlich John Petrucelli wieder auf dem Parkett. „Wir sind sehr froh, dass John wieder da ist. Er hat die zehn Minuten am Mittwoch gut verkraftet und war sehr aktiv“, so der Head Coach.

Bis auf zwei Niederlagen, die ALBA gegen Tabellenführer Ludwigsburg und Brose Bamberg einstecken musste, haben die Berliner in dieser Saison auf nationalem Parkett alles gewonnen. Coach Aitos Spielstil, der sich über bedingungsloses Teamplay definiert, wird wie gewohnt von einem sehr ausgeglichenen Kader getragen. Neben Topscorer Niels Giffey (12,3 Punkte) und Point Guard Peyton Siva (11,1 Punkte, 5,4 Ass), die beide nach längerer Verletzungspause wieder voll im Saft sind, punkten auch Eriksson (12,1), Fontecchio (11,3) und Ex-MVP Sikma (10,1) zweistellig. Wie beständig der Spielerkern der Hauptstädter ist, wird noch deutlicher, wenn man die Scoring-Liste weiter untersucht. Denn auch die Nationalspieler Maodo Lo und Johannes Thiemann kratzen jeweils an der 10-Punkte-Marke und sind jederzeit dazu in der Lage, ein Spiel zu übernehmen. „Jeder von ihnen trägt zum Erfolg des Teams bei. Es können vier wichtige Spieler verletzt sein und trotzdem spielt Alba den gleichen, effektiven Basketball“, weiß auch Jaka Lakovic. Während die Ulmer ihre Stadt seit Mitte Februar nicht mehr verlassen mussten, befindet sich ALBA Berlin aktuell mitten in einem strapaziösen Reise-Marathon: Nach dem EuroLeague-Gastspiel bei Zenit St. Petersburg (71:87-Niederlage) am Dienstag treffen die Albatrosse heute in Moskau auf Khimki (18.00 Uhr), ehe sie von dort aus direkt nach Ulm weiterreisen.

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