Die Mannschaft von ratiopharm Ulm erlebt gerade einen großen Umbruch. Zum OrangeCampus kommen nicht nur die Spieler Teo Milicic, Meissa Faye und Chris Sengfelder dazu, sondern verlassen das Team Tobias Jensen und Tommy Klepeisz. Die beiden Spieler waren die letzten Jahre ein wichtiger Bestandteil des Kaders. Zudem waren sie die letzten verbliebenen von 2023, als sie die deutsche Meisterschaft nach Ulm geholt haben. Tommy sogar als Kapitän der Mannschaft.
Tommy Klepeisz wurde das Angebot unterbreitet Trainer auf dem OrangeCampus zu werden. Dies hat er aber abgelehnt mit der Begründung, dass er gerne noch weiterhin als Spieler auf dem Platz sein möchte. Der Österreicher sucht bei diesem Punkt allerdings noch eine neue Herausforderung. Für den sportlichen Leiter Dr. Thomas Stoll ist das ein einschneidender Augenblick.
Solche Entscheidungen sind immer extrem schwer zu treffen und für alle traurig. Bei Tobias zeichnete sich schon sehr früh ab, dass er die Option ziehen wird. Bei Tommy ist es emotional noch schwieriger. Wir können alle sehr gut verstehen, dass er selbst gerne noch weiterspielen möchte. Auf der anderen Seite sahen wir eine große Chance, den nächsten Anton Gavel zu entwickeln. Tommy hat sich fürs Weiterspielen entschieden. Dafür drücken wir ihm alle Daumen. Und aufgeschoben ist oft ja auch nicht aufgehoben.
Ob der gebürtige Österreicher wieder and die Donau zurückkommt, liegt in seinen Händen. Leider hatte der 34-jährigen in seinen letzten Spielzeiten immer wieder mit teils langwierigen Verletzungen zu kämpfen. Mit seiner eisernen Beharrlichkeit hatte er sich aber immer wieder zurück auf den Court gekämpft.
Ich habe die letzten sechs Jahre alles für diesen Club gegeben. Wir haben gemeinsam Geschichte geschrieben und Unvergessliches erreicht. Es gab auch herausfordernde Zeiten, in denen ich als Mensch und Sportler wachsen musste. Der Empfang durch die Fans in der Arena bei meinem Comeback bleibt für mich einer der bewegendsten Momente in meiner Karriere. Umso schwerer fällt es mir jetzt Abschied zu nehmen. Am Ende des Tages sind es die Menschen und Freundschaften, die unsere Zeit in Ulm unvergesslich gemacht haben.
Da hat der Leistungsträger und Publikumsliebling absolut recht.
Tobias Jensen ist schon mit 15 Jahren an die Donau gezogen. Der Spieler ist zuerst die Jugendmannschaften durchlaufen, bevor er dann 2022 ins Profiteam wechselte. Der 22-jährige war immer ein Leistungsträger, ehrgeizig und ein bisschen „Hygge“. Nahtlos knüpfte der Däne sich beim Wechsel ins Profiteam an und entwickelte sich zu einem Starting Point-Guard.
Sechs Jahre lang Teil der Ulmer Organisation zu sein, war eine unglaubliche Erfahrung. Ich habe mich enorm weiterentwickelt, von so vielen verschiedenen Menschen gelernt und so vieles erreicht, wovon ich zu Beginn meiner Reise nie zu träumen gewagt hätte. Ich möchte mich bei allen Teamkollegen und Trainern bedanken, mit denen ich auf diesem Weg gespielt habe, beim gesamten Team und der gesamten Organisation, die immer für das Team und mich da waren, und natürlich bei den fantastischen Fans, die mich so großartig unterstützt haben. Einmal Ulmer, immer Ulmer!
Gleichzeitig verlassen die Uuulmer Chris Ledlum, Mark Smith, Malik Osborne, Joel Soriano und Nelson Weidemann, da ihre Verträge auslaufen. Joel Cwik, Namori Omog, Lenni Kunzewitsch, Endurance Aiyamenkhue und Alec Anigbata verlassen rathiopharm Ulm auch und haben sich schon in Richtung College und NCAA verabschiedet. Bei den Youngstern Diego Garavaglia und Mohamed Diakité ist es noch offen, ob sie nach Ulm zurückkehren werden.