Nach dem deutlichen 93:76-Derbysieg gegen Ludwigsburg stand für Ratiopharm Ulm das dritte Heimspiel in Folge an. Gegner in der ratiopharm arena in Neu-Ulm war Aufsteiger Science City Jena.
Die Ulmer erwischten den besseren Start und gingen früh in Führung. Vor allem Mark Smith, Chris Ledlum und Justin Simon sorgten für wichtige Punkte. Nach dem ersten Viertel lag Ulm mit 29:24 vorne.
Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel offensiv geprägt. Beide Teams trafen hochprozentig – insgesamt 111 Punkte in der ersten Halbzeit sprechen eine klare Sprache. Zur Pause führte Ulm mit 59:52.
Offensiv stark – defensiv nicht immer stabil
Nach der Pause blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Ulm konnte sich mehrfach etwas absetzen, doch Jena kämpfte sich immer wieder zurück.
Forward Chris Sengfelder ordnete die Partie nach dem Spiel selbstkritisch ein:
„Wir haben am Ende ein paar Big Plays gemacht. Aber eigentlich hätten wir es gar nicht so weit kommen lassen müssen. Wir haben ein bisschen unseren offensiven Rhythmus verloren – und 90 Punkte zu Hause zu kassieren ist eigentlich nicht unser Anspruch.“
Vor allem über Offensiv-Rebounds und einzelne starke Aktionen gelang es Ulm dennoch, die Kontrolle über das Spiel zu behalten.
Nervöse Schlussphase
Im letzten Viertel wurde es dann richtig dramatisch. Mehrere Ballverluste der Ulmer brachten die Gäste wieder ins Spiel. Jena verkürzte kurz vor Schluss sogar auf 91:90.
Die Entscheidung fiel erst wenige Sekunden vor dem Ende: Mark Smith eroberte den Ball und traf zum 93:90, nur noch 5,6 Sekunden vor der Schlusssirene.
Für Sengfelder war das zwar nichts für schwache Nerven, aber zumindest gute Unterhaltung für die Fans:
„Das war spannende Samstagabend-Unterhaltung. Ich hätte es nicht unbedingt so spannend gebraucht – aber für die Fans war es natürlich umso attraktiver. Am Ende haben wir es zum Glück gepackt.“
Heimserie geht weiter
Am Ende bleibt der Sieg in der ratiopharm arena. Ratiopharm Ulm gewinnt 93:90 und feiert damit den dritten Heimsieg in Folge in der Basketball-Bundesliga.
In der Tabelle stehen die Ulmer aktuell auf Platz vier. Für Sengfelder ein Ergebnis, mit dem man grundsätzlich zufrieden sein kann – auch wenn das Team noch mehr will:
„Mit dem aktuellen Aufwärtstrend kann man zufrieden sein. Wir wissen aber auch, dass wir in der Hinrunde ein paar Spiele verloren haben, die wir nicht hätten verlieren dürfen. Die versuchen wir jetzt wieder reinzuholen.“
Weiter geht es für ratiopharm Ulm im nächsten Heimspiel gegen Bonn. Bis dahin hat das Team Zeit zur Regeneration – bevor es wieder in der ratiopharm arena um wichtige Punkte geht.