Raum Ulm: Fahndung nach Kinderfängern läuft weiter

Nach den vermeintlichen Kinderfängern in der Region wird weiterhin gesucht. Das meldet jetzt die Polizei.




Bisher hat die Polizei keine Erfolge bei ihrer Fahndung nach möglichen Kinderfängern vermeldet. Sie rät aber weiterhin allen Eltern mit ihren Kindern über das Thema zu sprechen. Zwei Fälle hatten in den letzten Tagen für Entsetzen gesorgt. In Amstetten und Dornstadt wollten Unbekannte zwei Mädchen, elf und sieben Jahre alt, mit Geld und Süßigkeiten überreden zu ihnen ins Auto zu steigen. Die Kinder rannten sofort weg und brachten sich so in Sicherheit.

Die Kriminalpolizei hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen um herauszufinden, was hinter diesen Ereignissen steckt. Mittlerweile haben die Ermittler mehrere Hinweise erhalten, die sie derzeit überprüfen. Dabei soll sich auch herausstellen, ob es weitere aktuelle Vorkommnisse dieser Art in der Region gibt. Die Fahndung, die die Polizei sofort nach der Anzeige der Fälle einleitete, brachte bislang keinen Erfolg. Die Polizei will auch in den kommenden Tagen ihre Streifen in der Region verstärken, um Hinweise auf mögliche Täter zu erhalten.

Die Ermittler bitten auch um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, soll sich bitte bei der Polizei melden (Tel. 0731/1880). In einem Fall berichtete ein Kind von einem dunklen Auto, in dem zwei dunkelhäutige Männer saßen. Einer sei sehr groß gewesen und habe einen Dreitagebart gehabt. Er trug demnach eine dunkle Hose und ein helles Oberteil. Im anderen Fall berichtete ein Kind von einem silberfarbenen Van, ohne die Insassen näher beschreiben zu können.

Das rät die Polizei

Reden Sie mit Ihrem Kind darüber, wie es sich verhalten soll, wenn es von Unbekannten angesprochen wird. Prägen sie ihm ein:

– Abstand zu halten,
– weiter zu gehen,
– deutlich, laut und bestimmt „Nein!“ zu sagen und
– zuhause von solchen Erlebnissen zu berichten.
– Eltern können Verhaltensregeln für den Schulweg und die Freizeit festlegen. Realitätsnahe Rollenspiele sollten aber auf jeden Fall vermieden werden, um Kinder nicht unnötig zu ängstigen.

Wenn Ihr Kind davon erzählt, von einem Fremden angesprochen worden zu sein:

– Loben Sie Ihr Kind dafür, dass es sich Ihnen anvertraut hat.
– Vermeiden Sie Gerüchte und beugen Sie somit einer Hysterie in Ihrer Nachbarschaft vor.
– Melden Sie den Vorfall der Polizei. Über den Polizeinotruf 110 erreichen Sie diese zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Zur Vorbeugung:

– Halten Sie Ihr Kind zur Pünktlichkeit an!
– Treffen Sie Absprachen!
– Halten Sie ebenfalls getroffene Absprachen ein, denn ein Kind lernt von seinem Vorbild.
– Erklären Sie Ihrem Kind, wohin Sie gehen und wann Sie zurückkehren. Ihr Kind muss wissen, wo es Sie erreichen kann.
– Schicken Sie Ihr Kind, wenn möglich, in kleinen Gruppen zusammen mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz. Der Zusammenhalt der Gruppe wirkt abschreckend auf potenzielle Täter und stärkt das Selbstbewusstsein Ihrer Kinder.
– Vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind so genannte „Rettungsinseln“ auf dem Schulweg, an die sich Ihr Kind im Notfall wenden kann, z.B. ein Geschäft, eine Arztpraxis oder ein
Mehrfamilienhaus, wo es klingeln und von dem Vorfall erzählen kann. Polizeiliche Erfahrungen zeigen, dass ein Täter sein Vorhaben aufgibt, wenn ein Kind z.B. durch Klingeln an einem
Haus um Hilfe bittet.

Hinweise zur Unterstützung gibt die Polizei im Internet unter https://www.polizei-ulm.de/ansprechen-von-kindern/.

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