Ein 42 Jahre alter Busfahrer ist am Mittwochabend am Ravensburger Bahnhof mit Fäusten und Pfefferspray angegriffen worden. Nach Angaben der Polizei waren daran zwei Männer im Alter von 23 und 27 Jahren sowie eine 24-jährige Frau beteiligt. Auch ein fünfjähriges Kind und drei jugendliche Fahrgäste bekamen Pfefferspray ab.
Auslöser war laut Polizei eine Auseinandersetzung beim Einsteigen. Ein 23-Jähriger wollte gemeinsam mit seiner 24-jährigen Lebensgefährtin und deren beiden Kindern durch die hintere Tür in den Bus steigen. Der Fahrer hatte für die Ticketkontrolle allerdings nur die vordere Tür geöffnet.
Daraufhin soll der laut Polizei stark alkoholisierte 23-Jährige zunächst gegen die Plexiglasscheibe am Fahrersitz geschlagen und den Busfahrer beleidigt haben. Als die Scheibe nachgab, soll er mit Fäusten auf den 42-Jährigen eingeschlagen haben. Der Busfahrer schaffte es den Angaben zufolge, den Mann und seine Begleiterin aus dem Bus zu schieben.
Ein 27 Jahre alter Bekannter des Mannes bemerkte die Auseinandersetzung und soll dem Busfahrer Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Anschließend soll er den Fahrer ebenfalls getreten und geschlagen haben. Als ein Fahrgast die Polizei rief, flüchtete der 27-Jährige laut Polizei.
Der Busfahrer hielt währenddessen den 23-Jährigen fest. Daraufhin soll auch die 24-Jährige eingegriffen, den Fahrer an den Haaren gezogen und versucht haben, ihren Lebensgefährten zu befreien. Polizeibeamte trennten die Beteiligten schließlich.
Von dem Pfefferspray wurde auch der fünfjährige Sohn der Frau getroffen. Drei weitere Fahrgäste im Alter von 14 und 15 Jahren atmeten beim Aussteigen aus dem gut gefüllten Bus ebenfalls Sprühnebel ein. Der Busfahrer und das fünfjährige Kind wurden vor Ort vom Rettungsdienst behandelt. Die drei Jugendlichen benötigten laut Polizei keine medizinische Versorgung.
Gegen die beiden Männer wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. Die 24-Jährige wird wegen des Verdachts der Körperverletzung angezeigt. Die Polizei sucht weitere Fahrgäste oder Personen, die durch das Pfefferspray beeinträchtigt wurden.