Ravensburg: Rauschgifthandel hinter Gittern

Polizei nimmt mehrere Verdächtige fest

Nach monatelangen Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Friedrichshafen ein weit verzweigtes Drogennetzwerk aufgedeckt, das bis in die Justizvollzugsanstalt Ravensburg hineinreicht.

Insgesamt konnten 19 Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 30 Jahren identifiziert werden – darunter auch drei Mitarbeiter der JVA. Die Ermittlungen begannen bereits im Frühjahr, nachdem Hinweise eingegangen waren, dass Häftlinge innerhalb der Anstalt mit Drogen und Medikamenten handeln. Vier Hauptverdächtige sollen den Handel aus der Haft heraus organisiert haben.

Bei einer groß angelegten Durchsuchungsaktion am Montag wurden in mehreren Justizvollzugsanstalten und zwölf Wohnungen im ganzen Land Kokain, Arzneimittel, Waffen und Bargeld sichergestellt. Unterstützt wurde die Kriminalpolizei Friedrichshafen dabei von mehreren Polizeipräsidien, der Bereitschaftspolizei und der Kriminalpolizei Neu-Ulm.

Gegen die vier mutmaßlichen Haupttäter – deutsche, türkische und serbische Staatsangehörige – sowie eine 29-jährige Komplizin hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg Haftbefehle unter anderem wegen bandenmäßigen Rauschgifthandels erwirkt. Ein weiterer Beschuldigter kam unter Auflagen auf freien Fuß.

Die Ermittlungen zu dem Drogennetzwerk dauern an.

Das könnte Dich auch interessieren

10.03.2026 Ravensburg: Jugendliche sollen Serie von Straftaten verübt haben Zwei Minderjährige stehen im Verdacht, zusammen mit Komplizen eine Serie von Straftaten im Raum Ravensburg und am Bodensee begangen zu haben. Die Ermittlungen richten sich gegen einen 13- und einen 16-Jährigen sowie einen inzwischen 20-Jährigen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Kriminelles 3er-Gespann Die Gruppe soll in wechselnder Besetzung und mit Komplizen unter anderem Einbrüche, Diebstähle 09.03.2026 Ravensburg: Verdächtige Substanz sorgt für Großeinsatz Am Vormittag wurde die Polizei alarmiert, in dem Brief sei eine unbekannte Flüssigkeit. Da der Inhalt nicht identifiziert und daher eine Gefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde das Büro gesperrt und weitere Einsatzkräfte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg hinzugezogen. Die Experten des LKA stuften schließlich gegen 15 Uhr die Flüssigkeit als harmlos ein. Bis dahin hatte 05.03.2026 84-Jährige fährt Auto von Beifahrersitz aus und baut Unfall Eine 84-Jährige wollte in Kressbronn (Kreis Ravensburg) vom Beifahrersitz aus ihr Auto ausparken und hat dabei einen Unfall gebaut. Die Fahrertür der Frau sei zugeparkt gewesen, weshalb sie auf der Beifahrerseite einstieg, wie ein Polizeisprecher sagte. Doch anstatt von dort auf den Fahrersitz durchzurutschen, startete sie das Auto vom Beifahrersitz aus und streckte ihren linken 20.02.2026 Polizeipräsidium Ravensburg: Niedrigste Fallzahlen seit zehn Jahren Die Aufklärungsquote liegt bei rund 67 Prozent, landesweit Spitze gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Stuttgart. Ein vollendetes Tötungsdelikt gab es 2025 nicht. Während der Landkreis Ravensburg deutlich weniger Straftaten verzeichnet, sind die Zahlen im Bodenseekreis nur leicht rückläufig. Im Landkreis Sigmaringen bewegen sie sich etwa auf dem Niveau von vor zehn Jahren. Weniger Gewalt – aber