Nach der extremen Hitze kippt das Wetter im Südwesten. Heute wird es laut Wetterwarte Süd zwar etwas angenehmer, dafür müssen auch die Menschen in Schwaben weiter mit Schauern, kräftigen Gewittern und lokalem Unwetter rechnen.
Die Hitzewelle hat im Verbreitungsgebiet der Wetterwarte Süd neue Rekorde gebracht. An allen 154 Wetterstationen wurden neue Junirekorde gemessen, vielerorts sogar die höchsten jemals registrierten Temperaturen. In Bad Schussenried wurde der bisherige Höchstwert von 38,2 Grad aus dem Jahr 1983 um ein halbes Grad überboten.
Dazu kamen vielerorts tropische Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad gefallen ist. Laut Wetterwarte Süd gab es elf bis zwölf Tage über der 30-Grad-Marke und vier bis sechs Tage mit mindestens 35 Grad.
Die große Hitze lässt nach, ganz ruhig wird das Wetter aber nicht. Im Laufe des Montags sind in Baden-Württemberg Schauer und örtlich kräftige Gewitter möglich. Dabei kann es lokal Starkregen, Hagel und stürmische Böen geben.
Wer heute unterwegs ist, sollte die Wetterlage im Blick behalten. Gewitter können sehr unterschiedlich ausfallen: Ein Ort bleibt trocken, wenige Kilometer weiter kann es stark regnen oder stürmen.
Die Hitze war nicht nur ein kurzer Ausreißer. Laut Wetterwarte Süd wurden seit Mai bereits mehr Hitzetage gezählt, als im langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 im gesamten Sommerhalbjahr zu erwarten wären.
Auffällig ist auch der Bodensee: Der Wasserstand liegt laut Wetterwarte Süd seit Tagen unter den tiefsten jemals im Juni erfassten Pegelständen. Normalerweise würde der See um diese Zeit eher auf seinen Höchststand zusteuern.
Am Dienstag lässt die Gewitterneigung voraussichtlich etwas nach, ganz vorbei ist sie aber noch nicht. Es bleibt wechselhaft mit Sonne, Wolken und möglichen Schauern oder Gewittern. Die Temperaturen liegen dann meist wieder im deutlich angenehmeren Bereich.