Region Ulm weiter möglich als Atommüll-Endlager

Endlagersuche

Wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Montag bekanntgab, haben Gebiete in Ulm, Neu-Ulm, Erbach, Illerkirchberg, Staig, Ehingen, Senden und Nersingen die aktuelle Zwischenprüfung „weitestgehend bestanden“.

Die Region um Ulm entlang der Donau gehört zu den nur etwa drei Prozent der deutschen Fläche, die bislang so weit gekommen sind. Damit hat die Region zwei von vier Prüfphasen überstanden. Die nächsten Schritte sehen genauere Untersuchungen und zusätzliche Datenerhebungen vor – unter anderem durch Bohrungen und geologische Analysen. Bis 2027 sollen bundesweit rund 10 bis 20 Standorte übrig bleiben, die dann intensiver geprüft werden.

Gestein kann Radioaktivität gut aufhalten

Ausschlaggebend für die gute Bewertung der Region ist der Opalinuston, ein besonders dichtes und rissfestes Tongestein, das hier im Untergrund vorkommt. „Je weniger sich radioaktive Stoffe in einem Gestein ausbreiten, desto besser eignet es sich für ein Endlager“, erklärt eine Sprecherin der BGE. Der Raum Ulm gilt daher aktuell als einer der geeignetsten Standorte in Westdeutschland. Andere Orte wie Blaubeuren, Dornstadt, Langenau, Laichingen und Dietenheim sind dagegen bereits aus dem Verfahren ausgeschieden – sie gelten als wenig oder gar nicht geeignet.

Noch kein Grund zur Sorge

Die BGE betont jedoch, dass es sich noch nicht um eine endgültige Standortentscheidung handelt. Die Wahrscheinlichkeit, ausgewählt zu werden, sei weiter extrem gering. Laut dem Regionalverband Donau-Iller kommt das Ergebnis für Fachleute wenig überraschend: Man habe bereits damit gerechnet, dass die geologischen Bedingungen in der Region positiv bewertet würden. Die endgültige Entscheidung über mögliche Standortregionen trifft am Ende der Bundestag.

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