Rinderbetrieb in Bad Grönenbach: Tierhalteverbot nach neuen Vorwürfen

Tierschutzskandal

Wegen neuer Tierquälerei-Vorwürfe gegen einen Rinder-Großbetrieb in Bad Grönenbach will die Kontrollbehörde vier Beschäftigten die Haltung und Betreuung von Tieren verbieten.

Nach neuen Tierquälerei-Vorwürfen gegen einen großen Rinderbetrieb in Bad Grönenbach im Unterallgäu will die Kontrollbehörde nun gegen vier aktuelle und ehemalige Mitarbeiter vorgehen. Die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) hat entsprechende Verfahren eingeleitet, um diesen Personen die Haltung und Betreuung von Tieren zu verbieten.

Rinderbetrieb ist kein Unbekannter

Bereits zuvor hatte die KBLV solche Schritte gegen den Betriebsleiter und den Inhaber des Unternehmens eingeleitet. Wie eine Behördensprecherin mitteilte, wurde inzwischen auch gegen einen Mitarbeiter sowie einen früheren Beschäftigten ein entsprechendes Verwaltungsverfahren begonnen. In allen vier Fällen laufen aktuell noch die Anhörungsfristen. Drei der Betroffenen haben laut KBLV anwaltliche Vertretung, die derzeit Einsicht in die Akten nehmen können. Laut Süddeutscher Zeitung haben sich die beiden Hauptverantwortlichen bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Der Rinderbetrieb ist kein Unbekannter: Bereits 2019 sorgte er im Zusammenhang mit dem sogenannten Tierschutzskandal im Allgäu für Aufsehen. Die Enthüllungen der Tierschutzorganisation „Soko Tierschutz“ mit mutmaßlich belastendem Videomaterial führten damals zu Ermittlungen. Ein Strafprozess am Landgericht Memmingen steht noch aus – ein Verhandlungstermin wurde bislang nicht bekanntgegeben. Für alle Beschuldigten gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Im März dieses Jahres hatten Ermittler erneut Standorte des Betriebs durchsucht. Auch diesmal sollen neue Videoaufnahmen der Tierschutzorganisation zu den Vorwürfen geführt haben – das Material soll aus dem Jahr 2024 stammen. Der Betrieb hat auch Zweigstellen im benachbarten Baden-Württemberg, z.B. im Kreis Ravensburg.

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