Mit 70,6 Prozent der Stimmen setzt sich Robin Menholz bei der Bürgermeisterwahl in Blaubeuren deutlich durch. Der 30-Jährige folgt auf den langjährigen Amtsinhaber Jörg Seibold.
Die Bürger von Blaubeuren haben entschieden: Robin Menholz wird neuer Bürgermeister der Blautopf-Stadt. Der 30-jährige Bauamtsleiter aus Laichingen setzte sich bei der Wahl am vergangenen Sonntag mit 70,6 Prozent der Stimmen deutlich durch.
Auf den weiteren Plätzen folgen die stellvertretende Bürgermeisterin Mirijam Mikat (19,1 Prozent) sowie der Blaubeurer Bauhof-Mitarbeiter Viktor Kaczmarek (10,0 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 52,4 Prozent.
Bereits früh zeichnete sich ein klarer Trend ab: In ersten Auszählungen lag Menholz in mehreren Ortsteilen bereits deutlich vorne und baute seinen Vorsprung im Verlauf des Abends weiter aus. Am Ende steht ein Ergebnis, das im Wahlkampf so nicht zwingend erwartet worden war. Menholz zeigte sich am Wahlabend entsprechend überwältigt und dankbar. Mit seiner Verlobten Christiane Grunwald, Familie und Freunden hatte er dem vorläufigen Wahlergebnis entgegengefiebert.
Mit der Wahl endet in Blaubeuren eine politische Ära: Der amtierende Bürgermeister Jörg Seibold (57) bleibt noch bis zum 2. Juli 2026 im Amt. Danach übernimmt Robin Menholz offiziell die Amtsgeschäfte. Seibold hatte die Stadt rund ein Vierteljahrhundert lang geprägt und sich bei dieser Wahl nicht erneut zur Wahl gestellt.
Der neue Bürgermeister bringt trotz seines jungen Alters bereits umfangreiche Verwaltungserfahrung mit. Nach seinem Studium im Bereich Public Management arbeitete Menholz unter anderem im Landratsamt sowie seit 2024 als Leiter des Bauamts in Laichingen.
Seine Gegenkandidaten kamen ebenfalls aus der Verwaltung bzw. dem öffentlichen Dienst: Mirijam Mikat (51), stellvertretende Bürgermeisterin, und Viktor Kaczmarek (49), Mitarbeiter im Bauhof. Beide konnten im Wahlkampf zwar eigene Akzente setzen, erreichten jedoch keinen Anschluss an das Spitzenergebnis von Menholz.
Vor dem Rathaus in Blaubeuren wurde der künftige Bürgermeister von rund 200 Menschen empfangen. Die Stadtkapelle spielte ein Ständchen, Teile der Menge gratulierten mit Applaus. Auch der amtierende Bürgermeister Seibold und die unterlegenen Kandidaten waren anwesend. Bis zum Amtsantritt im Juli stehen nun mehrere Gespräche zwischen altem und neuem Rathauschef an. Ziel ist ein geordneter Übergang der Amtsgeschäfte.
Für Blaubeuren bedeutet das Wahlergebnis einen klaren Neustart – jedoch mit hoher Kontinuität in der Verwaltungsarbeit. Der neue Bürgermeister tritt sein Amt mit einem deutlichen Vertrauensvorschuss an.