Ein Wasserrohrbruch sorgte in Ulm für Ärger. Am Dienstagmorgen trat Wasser aus einer Versorgungsleitung am Kuhberg. Rund 100 Haushalte waren stundenlang ohne Wasser. Das Schulzentrum Kuhberg war ebenfalls betroffen. Dort fanden Abschlussprüfungen unter erschwerten Bedingungen statt. Die Stadt konnte schnell eine Lösung organisieren.
Wasser quoll frühmorgens aus einem Gehweg. Eine 150 Millimeter starke Leitung war gegen halb sechs Uhr morgens gebrochen. Das Leck lag in 1,50 Meter Tiefe. Zahlreiche andere Leitungen erschwerten die Reparatur. Strom-, Telefon- und Internetkabel lagen im Weg. Die Arbeiten fanden unter drangvoller Enge statt. Für Hunderte Prüflinge wurde es ein unerwartet stressiger Tag.
Viele Schüler des Schulzentrums wurden nach Hause geschickt. Doch rund 300 schrieben an mehreren Schulen landeseinheitliche Abschlussprüfungen. Eine Absage oder Verlegung war nicht möglich. Die Stadt organisierte mobile Toilettenhäuschen. Sie waren für Prüflinge und Aufsichtspersonal gedacht. Der Baubetriebshof lieferte zusätzlich Wasser in Behältern. So konnten die Prüfungen doch noch stattfinden.
Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm reagierten sofort auf die Störung. Sie stellten die Wasserversorgung in dem Gebiet ab. Eine Notleitung war technisch nicht schnell genug möglich. Die Reparatur der Hauptleitung hatte daher Priorität.
Nachdem der Defekt unter dem Gehweg geortet war, grub ein Bagger die Schadenstelle vorsichtig auf. Das beschädigte Rohr wurde freigelegt. Auf knapp einem Meter Länge war es längs gerissen. Die Arbeiter trennten das kaputte Stück heraus. Dann setzten sie ein neues Rohr ein. Zwei Muffen an den Rohrenden sorgten für eine dichte Verbindung.
Am Nachmittag war die Leitung wieder repariert. Der obere Kuhberg wurde wieder mit Trinkwasser versorgt. Die Stadtwerke nannten Materialermüdung als wahrscheinliche Ursache.