Roter Teppich für 47. Biberacher Filmfestspiele: Stars, Premieren und KI im Kino

Ton ab, Kamera läuft.

Filmfans aufgepasst! Vom 29. Oktober bis 2. November wird Biberach wieder zum Hotspot für Cineasten: Stars wie Jeanette Hain, Marie Leuenberger und Nastassja Kinski kommen. Premieren, spannende Talks zu KI im Film und über 100 Filmschaffende werden erwartet.

Vom 29. Oktober bis 2. November verwandelt sich Biberach an der Riß wieder in ein Mekka für Filmfans und Filmschaffende: Die 47. Biberacher Filmfestspiele starten mit dem Eröffnungsfilm „Sternstunde der Mörder“ in der Stadthalle, mit Schauspielerin Jeanette Hain unter den erwarteten Gästen, und bieten einen Abend und vier volle Tage lang spannende Premieren, prominente Gäste und ein vielseitiges Rahmenprogramm.

Mit Filmschaffenden ins Gespräch kommen

Zu den Höhepunkten zählen Auftritte zahlreicher bekannter Schauspielerinnen und Regisseure. Unter anderem wird die beliebte deutsche Schauspielerin Marie Leuenberger ihren Film „Mothers’ Baby“ vorstellen, und Schauspiel-Ikone Nastassja Kinski erhält in diesem Jahr den Ehrenbiber für ihr Lebenswerk.

Über 100 Filmschaffende haben ihre Teilnahme zugesagt und werden persönlich in Biberach erwartet. Bei allen gezeigten Filmen sind Mitglieder der Filmteams vor Ort, sodass Filmfans die Möglichkeit haben, nach den Vorstellungen direkt Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.

Preise und Auszeichnungen

Fach-Jurys vergeben jährlich mehrere Preise, darunter den Goldenen Biber für den besten Spielfilm, Debüt-Biber, Kurzfilm-Biber, Mittellange-Filme-Biber, Doku-Biber und Fernseh-Biber. Hinzu kommen Schüler-Biber, Publikums-Biber und der Bruno-Frey-Biber für Nachwuchstalente.

Emotionen und Zukunftsfragen

Am Samstag findet ein Filmtalk statt, bei dem Filmschaffende und Experten über Abschied, Lebensende und Geschichten, die bleiben, diskutieren. Humorvoll und berührend geben sie Einblicke, wie diese Themen auf der Leinwand umgesetzt werden.

Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf Künstlicher Intelligenz im Film. Regisseur und Komponist Marcel Barsotti gibt gemeinsam mit Produzent Till Schmerbeck in der Veranstaltung „Film-Insights: KI im Film“ am Sonntag spannende Einblicke in die Arbeit an seinem KI-Film „Imperia“ (4 Auszeichnungen, 12 Nominierungen), der in Biberach seine Deutschlandpremiere feiert. Prof. em. Dr. Wolfgang Ertel (Hochschule Ravensburg-Weingarten) diskutiert mit beiden über Chancen und Risiken der neuen Technologie.

Neben den Filmvorführungen bieten Talks, Lesungen und Diskussionsrunden viel Raum für Austausch zwischen Publikum und Filmschaffenden. Ganz nebenbei: Zwei der Moderatoren für die Filmgespräche sind übrigens unsere beiden DONAU 3 FM Filmexperten Louis Schäfer und Paolo Percoco.

Die Festspiele laden also wieder ein, die Vielfalt des Kinos hautnah zu erleben – von emotionalen Geschichten bis zu technischen Zukunftsfragen.

Forum für deutschen Film

Die Biberacher Filmfestspiele gibt es seit 1979, gegründet von Kino-Papst Adrian Kutter, der bis 2018 Intendant war. In den Gründerjahren zählten zahlreiche Persönlichkeiten des Neuen Deutschen Films, wie Werner Herzog oder Wim Wenders zu den Gästen. Kutter ist zudem Initiator des Film- und Kinomuseums Baden-Württemberg im Biberacher Cineplex-Kino und war über viele Jahre Präsident der Gilde Deutscher Filmkunsttheater, eines bedeutenden Verbands unabhängiger Arthouse-Kinos.

Seit 2018 leiten die Stadt Biberach und der Verein Biberacher Filmfestspiele e. V. (gegründet 2003) das Festival offiziell. Zwei Ausgaben fanden danach unter der künstlerischen Leitung von Helga Reichert, der Ehefrau von Kutter, statt, darunter eine unter Pandemie-Bedingungen. Reichert gründete später die Filmtage Oberschwaben in Ravensburg und Weingarten, die kürzlich ihr fünfjähriges Bestehen feierten, und veröffentlichte in diesem Zusammenhang die Podcast-Reihe „Liebes Kino! Erinnerungen von Adrian Kutter“.

2024 übernahm Douglas Wolfsperger, mehrfach ausgezeichneter Regisseur und Dokumentarfilmer, die künstlerische Leitung der Biberacher Filmfestspiele. Wolfsperger war vorab schon über mehrere Jahre zu Gast und wurde dort mehrfach ausgezeichnet. Seinen neuen Dokumentarfilm „Denn dieses Leben lebst nur du!“ zeigt er aus Interessenkonflikt-Gründen nicht in Biberach. Die Premiere findet stattdessen bei den 59. Internationalen Hofer Filmtagen (21. bis 26. Oktober) statt.

Im Jahr 2024 übernahm mit Wolfsperger auch ein fast komplett neues, engagiertes Team aus Stadt und Verein das traditionsreiche Filmfestival in Biberach an der Riß.

Die Biberacher Filmfestspiele gelten seit über 40 Jahren als eines der wichtigsten Festivals für deutsche und deutschsprachige Produktionen und tragen wesentlich zur Sichtbarkeit und Wertschätzung des deutschen Films bei.

Hier geht’s zum kompletten Programm der 47. Biberacher Filmfestspiele!

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