Schaukelsommer mit energiegeladener Wetterachterbahn

Wetterstatistik Juli 2024

Der Juli 2024 brachte der Wetterwarte Süd zufolge extreme Wetterbedingungen.

Mit tiefen und hohen Temperaturen sowie wechselhaften Niederschlagsmengen erlebten wir eine wahre Wetterachterbahn.

Temperaturen und Niederschlag

  • Tiefste Temperatur: Am 4. Juli sank das Thermometer auf +10,8°C. (Vergleich zum Vorjahr: +8,0°C)
  • Höchste Temperatur: Am 31. Juli stieg die Temperatur auf +34,2°C. (Vergleich zum Vorjahr: +35,1°C)
  • Durchschnittliche Monatstemperatur: Der Juli hatte eine Durchschnittstemperatur von +20,2°C. (Vergleich zum Vorjahr: +19,9°C)
  • Monatssumme des Niederschlags: Insgesamt fielen 103,5 mm Regen. (Vergleich zum Vorjahr: 87,6 mm)
  • Gesamtsonnenscheindauer: Die Sonne schien insgesamt 252,2 Stunden. (Vergleich zum Vorjahr: 272,1 Stunden)

Diese Messwerte stammen aus der Wetterzentrale in Bad Schussenried. Die Werte in Klammern sind die des Vorjahres.

Eine Achterbahnfahrt des Wetters

Der Juli 2024 war geprägt von extremen Wetterbedingungen in der Region. Während der Sommer im Norden Deutschlands als kühl und wenig spektakulär beschrieben wird, erlebte der Süden eine ganz andere Seite des Sommers. Der Juli war ungewöhnlich warm, was zu höheren Niederschlagsmengen führte, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Unberechenbare Wetterlagen

Der Jetstream, der normalerweise unser Wetter steuert, war ins Stocken geraten. Dadurch kam es häufiger zu unvorhersehbaren Wetterlagen, beeinflusst durch kalte Luftmassen aus dem Polargebiet. Diese sogenannten Höhentiefs führten zu starken Regenfällen, Hagel und Sturmböen. Regionen wie Oberschwaben, der Bodensee, das Allgäu und die Schwäbische Alb erlebten tropische Regenfälle, die das Wasser ungleichmäßig verteilten.

Niederschlagsmengen und Temperaturen

Zwischen Leutkirch und Aitrach fielen teils bis zu 200 Liter/m², während in Amstetten-Reutti nur 47,4 Liter/m² registriert wurden. Trotz dieser Unterschiede kann man den Juli nicht als verregnet bezeichnen, da es keine langen Regenphasen gab. Der Bodensee-Pegel sank von 503 cm auf 431 cm.

Klimawandel und Temperaturentwicklung

Der Juli 2024 war der elftwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1968. Die durchschnittliche Temperatur lag bei 20,2°C. An 23 Tagen stieg das Thermometer über 25 Grad, und an acht Tagen wurde die 30-Grad-Marke überschritten. Dies ist eine deutliche Zunahme im Vergleich zu den Sommern der 90er Jahre, was den Einfluss des Klimawandels zeigt.

Ausblick

Seit dem 1. August befinden wir uns im letzten Drittel des meteorologischen Sommers. Es ist zu erwarten, dass sich die wechselhaften Bedingungen mit hohen Temperaturen und kräftigen Regenschauern fortsetzen werden. Der Sommer 2024 bleibt energiegeladen und wird dies voraussichtlich bis zum Ende bleiben.

Das könnte Dich auch interessieren

14.04.2025 Anklage gegen mutmaßliche Callcenter-Betrüger Fast genau ein Jahr nach der Zerschlagung eines riesigen Netzwerks von Telefonbetrügern ist gegen die mutmaßlichen Betreiber eines Callcenters im Kosovo Anklage erhoben worden. Wie das bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe eingerichtete Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg mitteilte, wird den beiden Kosovaren im Alter von 33 und 26 Jahren gewerbsmäßiger Bandenbetrug in mehreren Fällen vorgeworfen. Sie sollen sich vor 11.04.2025 Rätselhafter Tod von Saatkrähen bei Laupheim In der Region um die B30 bei Baustetten sorgt ein besorgniserregender Fund für Aufsehen: Mehrere tote Saatkrähen sind dort in den vergangenen Tagen entdeckt worden. Bereits in der vergangenen Woche waren erste Kadaver aufgefallen – ohne erkennbare äußere Verletzungen. Nun wurden weitere 13 tote Saatkrähen sowie ein toter Bussard und ein totes Habichtweibchen gemeldet. Die 10.04.2025 Brand in Riedlinger Rewe-Supermarkt In einer Rewe-Filiale in Riedlingen ist am Donnerstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Das hat die Polizei gegenüber DONAU 3 FM bestätigt. Der Brand ereignete sich im Supermarkt in der Gammertinger Straße. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, auch der Rettungsdienst wurde vorsorglich alarmiert. Der Markt wurde sofort geräumt. Ob es Verletzte gibt, ist noch 10.04.2025 Speedmarathon 2025: Über 1500 Verkehrssünder erwischt Raserei bleibt eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Um dieser Gefahr gezielt entgegenzuwirken, beteiligte sich das Polizeipräsidium Ulm auch in diesem Jahr am europaweiten Speedmarathon, einer großangelegten Verkehrssicherheitsaktion, die am Mittwoch, 9. April 2025, stattfand. Flächendeckende Kontrollen im gesamten Präsidiumsbereich Insgesamt 90 Kontrollstellen wurden in den vier Landkreisen Biberach, Göppingen, Heidenheim und Ulm aufgebaut. Dort