Schemmerhofen: 34-Jähriger nach Großbrand in Untersuchungshaft

Nach einem Großbrand in Schemmerhofen befindet sich ein 34-jähriger Mann in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen.

Am Montag, den 2. Februar 205, brach kurz vor 19 Uhr in der Schloßgasse im Ortsteil Schemmerberg ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus aus. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz; die Löscharbeiten dauerten bis in den Vormittag des Folgetages.

Erste Ermittlungen deuteten auf vorsätzliche Brandstiftung hin. Demnach soll der 34-jährige Bewohner des Hauses den Brand in seiner Wohnung im ersten Obergeschoss gelegt haben. Insgesamt lebten 13 Personen in dem Haus, einige von ihnen waren zum Zeitpunkt des Brandes in ihren Wohnungen. Drei Personen wurden leicht verletzt – ein 28-Jähriger, ein 64-Jähriger und ein 27-Jähriger.

Auch der mutmaßliche Brandstifter erlitt leichte Verletzungen und wurde medizinisch behandelt. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest. Die Staatsanwaltschaft Ravensburg beantragte daraufhin beim Amtsgericht Biberach einen Haftbefehl, der am 3. Februar erlassen wurde. Gegen den 34-jährigen Deutschen wird wegen versuchten Mordes, versuchter Brandstiftung mit Todesfolge, schwerer Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt. Der Mann befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Der Schaden durch das Feuer wird auf etwa 1 Million Euro geschätzt. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei dauern weiterhin an.

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