Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor einem möglichen Gesundheitsrisiko für kleine Kinder beim Konsum bestimmter Pflanzendrinks. Besonders Mandeldrinks stehen im Fokus: In 31 von 39 getesteten Produkten wurde das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 nachgewiesen. Laut BfR kann dieses Toxin durch Veränderungen des Erbguts Krebs auslösen, auch bei Erwachsenen, eine sichere Untergrenze existiert nicht.
Hafer- und Sojadrinks schneiden in den Tests besser ab. Allerdings kann bei zu viel Haferkonsum – etwa durch Haferdrinks und Haferflocken zusammen – die Gesamtaufnahme von Toxinen steigen. Andere Schimmelpilzgifte wie Ochratoxin A wurden zwar ebenfalls gefunden, gelten aber als weniger bedenklich.
Auch Pflanzentoxine wurden geprüft: Tropanalkaloide wie Atropin und Scopolamin traten nur in einem Sojadrink in Mengen auf, die gesundheitliche Risiken für Kinder nicht ausschließen.
Da genaue Daten über den Konsum von Pflanzendrinks bei Kindern fehlen, orientierte sich das BfR an den üblichen Kuhmilchmengen. Generell empfiehlt das Institut: abwechslungsreiche Ernährung, um die Aufnahme unerwünschter Stoffe möglichst gering zu halten.
Fazit für Eltern: Mandeldrinks sollten besonders bei Kleinkindern vorsichtig angeboten werden. Hafer- und Sojadrinks in moderaten Mengen sind in der Regel unbedenklich, Kuhmilch bleibt laut Experten die sichere Standardalternative.